J O H A N N   N E P O M U K   S T R I X N E R

 

Weitere Münchner Künstler

 

johann-nepomuk-strixner
„Die Verkündigung“

Lithographie (Kreide, Feder) mit drei Tonplatten (zweimal gelblich, einmal ocker); auf leichtem, bräunlichem Karton
Entstehung 1821

„Die Verkündigung“ [linke Seite des sog. Columba-Altars des Rogier van der Weyden; 1. Lieferung (2. Blatt) der Lithographie-Folge „Sammlung Boisserée“; vgl. WINKLER, Rolf Armin (1975): Die Frühzeit der deutschen Lithographie; Prestel-Verlag; S. 371 (Nr.5)]

Blattgrösse: 30,3×57,3cm
Auflage: ohne Angaben

am unteren Rand typographisch bez. [teilweise durch schwarze Farbe verdeckt] „J van Eyck pinxit. – Gedruckt unter der Direction von Strixner in Stuttgart. – N: Strixner del: 1821“

€ 125,-

 

 

 

   

 

Zustand
Ränder umlaufend mit schwarzer Farbe umrahmt [u.l. typogr. Bez. bzgl. J. Eyck freigelassen]; insbesondere im oberen Blattbereich Druckstellen/Stauchungen/Knickspuren (am oberen Rand mittig Einriss (etwa 3cm Länge), am oberen Rand links Einriss (etwa 3,5cm Länge); an den Rändern partiell leichte Einrisse (am oberen und unteren Rand mitunter stärkere Einrisse); Ecken/Ränder etwas bestoßen; im unteren Bildbereich mittig leicht fleckig; verso Blatt mit Gebrauchs-, Lagerspuren (fleckig, etwas berieben)

 

 

Bei Strixner wird der ‚Dreikönigsaltar‘ / ‚Columba-Altar‘ noch Jan van Eyck zugeordnet. Die heutige Zuordnung an Rogier van der Weyden erfolgte erst etwa 20 Jahre später.

 

 

Zu Johann Nepomuk Strixner (1782 Altötting – 1855 München):
Umzug mit dem Vater nach Wasserburg; dort Zeichenunterricht beim Bildhauer Eichhorn (?); ab 1797 Unterricht bei Prof. Hermann Mitterer (München); ab 1799 Unterricht im Kupferstechen (bei Johann Jakob Dorner d.Ä.), zudem Ausbildung durch Johann Christian von Mannlich; erhielt Aufdruck die Altmeisterhandzeichnungen des königlichen Kupferstichkabinetts zu lithographieren; 1808 hieraus entstand dann „Albrecht Dürer´s Christlich-Mythologische Handzeichnungen“ (München); im Weiteren half Ferdinand Piloty beim Lithographieren der Zeichnungen; 1808-15 hieraus erschienen 72 Hefte mit 432 Blättern unter dem Titel „Oeuvres lithographiques par Strixner, Piloty et Comp.“; 1815 Auftrag zu Nachbildungen der besten Gemälde der Galerien zu München und Schleißheim; im Späteren Auftrag Teile der Sammlung der Brüder Boisserée (Stuttgart) zu lithographieren; Strixner malte seine Lithographien oftmals mit Deckfarben aus, so dass seine Drucke eine Wirkung von Ölgemälden erhielten