H A N S   R I C H A R D   V O N   V O L K M A N N

 

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hans-richard-volkmann
„Lugano, März 1887“

Aquarell, Bleistift; am oberen Rand durch zwei Klebestreifen unter Passepartout; gerahmt; unter Glas
unten links datiert „März 1887“

Blattgrösse: 29,9×40,1cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 28,9×38,9cm
Rahmengrösse: 49,5×59,5cm

unten rechts mit Bleistift monogrammiert „HR.[ligiert]v.V.“
unten links betitelt und datiert: „Lugano, März 1887“; weiterhin rechts unten auf Blatt nummeriert „18“ [wohl Nummerierung für Skizzen-, Arbeitsblätter von H.R.v.Volkmann aus dieser Zeit]

€ 800,-

 

 

 

           

 

Zustand
Blattränder vereinzelt kleine Einrisse (unter PP nicht sichtbar); kleine Stauchungen an den Ecken; am unteren Rand kleiner Einriss (etwa 1,5cm), dieser verso unterlegt/verstärkt

 

 

H.R.v. Volkmann schuf dieses Aquarell gegen Ende seiner Studienzeit an der Kunstakademie Düsseldorf (von 1880-1888). Der leicht skizzenhafte, jedoch keineswegs störende, Charakter entsteht durch die nicht vollendete Mauer am rechten Bildrand. Das Werk ist zu sehen in einer Reihe weiterer Arbeiten mit Lugano-Motiven. Ganz im Sinne Gustav Schönlebers wählte der Maler auch hier ein eher schlichtes Motiv, bei welchem aber der Detailreichtum durch das genaue Beobachten und Erfassen der Natur besticht.

 

 

Zu Hans Richard von Volkmann (19.5.1860 Halle/Saale-29.4.1927 Halle/Saale):
Hans Richard von Volkmann studierte zunächst an der Düsseldorfer Akademie (1880-1888; bei Hugo Crola, Heinrich Lauenstein, Peter Janssen und Eduard von Gebhardt), dann an der Kunstakademie Karlsruhe (1888-1892; bei Gustav Schönleber). Thieme-Becker wörtlich: Er gehört zu den besten Vertretern der Karlsruher Landschafterschule. Als Maler vertreten in der National-Galerie Berlin, im schlesischen Museum Breslau, in der Kunsthalle Karlsruhe, im Museum Stuttgart, um einige zu nennen. Er wirkte im Schwarzwald, in der Willingshäuser Malerkolonie, im Dachauer Moos, in der Eifel und im Saaletal. Seine Steindrucke und Radierungen finden lobende Erwähnung. In der einschlägigen Künstler-Literatur ist er erwähnt in: Thieme-Becker, Bötticher-Malerwerke des 19. Jahrh., Benezit, Müller-Singer, außerdem in dem Buch „Hans von Volkmann“ von Bernd Küster 1998.