F R A N S   S M I S S A E R T

 

Weitere Werke von Frans Smissaert

 

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„St. Georgenschloss / Mindelheim, Bayern“

Kohle und Bleistift auf sandfarbenem Papier
u.r. datiert „15. Sept [18]92“

Blattgrösse: 34,6×29,3cm

u.l. in Blei sign. „F. Smi.“
u.r. bezeichnet „St. Georgenschloss / Mindelheim, Bayern / 15. Sept. [18]92 […]“

€ 275,-

 

 

 

Zustand
partiell leichte Druckstellen; Ecken etwas bestoßen; am linken Rand mittig kleiner Einriss (Länge etwa 0,3cm); verso leichte Lagerspuren; verso o.r. in Blei nummer. „702/3/35“[?]

Provenienz
verso u.l. nicht aufgelöster Sammlungsstempel „Dr. W. Schumacher“ (in Violett)

 

 

Das Wahrzeichen der oberschwäbischen Gemeinde Mindelheim, die Mindelburg, wurde in früheren Zeiten oftmals als St. Georgen-Schloss bezeichnet (vgl. hierzu Joseph Philipp Brunemayr (1821): Geschichte der Königl. Baierischen Stadt und Herrschaft Mindelheim; Brönner; Mindelheim; S. 186). Hieraus ist die Lokalisierung durch den Künstler „St. Georgenschloss / Mindelheim“ verständlich. Smissaert war zu dieser Zeit vornehmlich als Zeichner tätig; zur Malerei kam er erst ab etwa 1900. Auf verschiedenen Reisen durch die Niederlande, sowie durch angrenzende Länder hielt er immer wieder seine Eindrücke zeichnerisch fest. Die vorliegende Zeichnung dürfte während einer solchen Reise entstanden sein. Sie zeigt die geübte und sichere Hand des niederländischen Künstlers und vermittelt einen wunderbar atmosphärischen, durchaus impressionistisch beeinflussten Blick auf die Mindelburg. Brillante Landschaftskomposition!

 


Zu Frans Smissaert (28.08.1862 Den Haag – 16.12.1944 Laren):
eigentl. Frans Alexander Evert Lodewijk Smissaert; Maler und Zeichner; bekam mit 12 Jahren den ersten Zeichenunterricht; es entstanden v.a. Zeichnungen der niederländischen Landschaft; er unternahm zahlreiche Reisen auf denen er seine Eindrücke zeichnerisch festhielt; 1886 Begegnung mit Max Liebermann in Laren, den Smissaert auch in einer Zeichnung festhielt; mit der Malerei begann Smissaert erst um 1900; 1900-02 Besuch der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten (Den Haag; bei Frits Jansen); 1902-07 Unterricht bei Willem Roelofs; zw. 1903-13 war er häufig in Paris; 1914 Umzug nach Laren; Mitglied bei den Künstlervereinigungen „Laren-Blaricum“, „Pulchri Studio“, „De Haagse Kunstkring“ und „Société Internationale d’Aquarellistes“

Quelle/Literatur
Internetseite von „De Valk Lexicon kunstenaars Laren-Blaricum“ (devalk.com)
ANDRATSCHEK, T. et al. (Hrsg.) (2007): Max Liebermann und die Holländer; Waanders; S. 69