C H R I S T I A N   G . H .   G E I ß L E R   ( z u g e s c h r i e b e n )

 

 

Christian G.H. Geißler (zugeschrieben)

 

„Feuerbrunst in Leipzig“

Aquarell, Tempera über Tuschfeder (in Grau), auf Papier, mittig befestigt/geklebt auf hellbräunlichen Karton (dieser zugleich Rahmenrückwand), gerahmt, unter Glas
nicht datiert

nicht signiert, verso am unteren Blattrand klein in Blei bez. „gez. v. Geissler“, sowie verso auf der Rahmenrückwand u.r. in Blei bez. „Original / Tuschezeichnung / v. Geissler-Leipzig“, sowie verso auf der Rahmenrückwand links aufgeklebter Ausschnitt aus Künstlerlexikon zu Chr.G.H. Geißler. Das Werk wird als Christian Gottfried Heinrich Geißler (1770-1844) zugeschrieben angeboten.

€ 630,-

Kaufanfrage

 

 

                     

 

Rahmengrösse: 22,3×27,3cm
Blattgrösse: 8×9,8cm (an den oberen beiden Ecken wellenförmig zugeschnitten)

verso am unteren Blattrand klein in Blei bez.: „Feuerbrunst in Leipzig“, sowie ebenso nochmals bez. verso auf der Rahmenrückwand u.r.

Zustand
Blatt mittig befestigt/geklebt auf hellbräunlichen Karton (dieser zugleich Rahmenrückwand); obere beiden Ecken wellenförmig zugeschnitten; Papier insgesamt leicht gebräunt; im Eckbereich o.r. mit schwachem Papierverlust; verso an den oberen beiden Ecken Reste früherer Befestigung (Papier etwas aufgeraut, kleine Klebereste); verso u.l. in Blei bez. „N102“[?]; Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren (etwas berieben, leicht fleckig); Rahmenrückwand etwas fleckig

 

Zu Christian Gottfried Heinrich Geißler (26.06.1770 Leipzig – 27.04.1844 ebd.):
Zeichner, Illustrator, Kupferstecher; Sohn des Goldschmieds Gottlob Geißler (1738-1799) und dessen Ehefrau Johanna Christina, geb. von Ryssel; ab 1784 Besuch der Kunstakademie Leipzig; entscheidenden Einfluss erfuhr Geißler vom Leipziger Illustrator Johann Salomon Richter (1761–1798); 1790 Reise nach St. Petersburg und dort als Zeichenlehrer tätig; 1792 trat er in die Dienste des Naturforschers Peter Simon Pallas; 1793-94 begleitete er Pallas auf einer Expedition nach Südrussland; 1798 Rückkehr nach Leipzig, wo er schnell Anschluss an Verleger fand; die in Russland entstandenen Zeichnungen wurden als Illustrationen für u.a. Reisebeschreibungen verwendet (u.a. „Sitten, Gebräuche, und Kleidung der Russen in St. Petersburg“ (1801, Leipzig); „Strafen der Russen“ (Leipzig)); weiterhin schuf er Illustrationen für Kinder- und Jugendbücher und fungierte auch als Bildchronist während der französischen Besatzungszeit zwischen 1806-13; 1801 Heirat mit Christine Wilhelmine Auguste, geb. Haasenritter; der Ehe entstammten die Kinder Peter Carl (geb. 1802), August (geb. 1804) und Emilie (geb. 1806); 1814-15 war Geißler mit Guckkastenbildern der Völkerschlacht auf den Leipziger Messen vertreten; neben zeitgeschichtlich aktuellen Ereignissen hat Geißler immer wieder volkstümliche Motive illustriert