U D O   K A L L E R

 

Weitere Werke von Udo Kaller
Zum Themenflyer ‚Einsamkeit in der Kunst‘

 

 

(wohl) fränkische Dorflandschaft

Lithografie auf Maschinenbütten
u.r. in Blei datiert „[19]81“

u.r. in Blei signiert „Kaller“
nicht betitelt

€ 110,-

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Blattgrösse: 52,3×72,3cm
Auflage: Probedrucke [hierzu u.l. in Blei bez. „Probe“]

Zustand
oberer Blattrand links mit Einriss (Länge etwa 3cm); linker Blattrand mit leichten Quetschungen und Knickspuren; unterer Blattrand mit Abrissspuren; Ecken etwas bestoßen; im Bereich o.r. leichte Quetschungen

 

 

„Schon die Zeichnungen und Lithographien Kallers aus den 70er und 80er Jahren leben von dem Ineinander von Positiv- und Negativ-Formen, von sacht in eine angenehme Spannung zueinander gesetzten Bildmittel- und Bildhintergründen (der Vordergrund bleibt oft uninszeniert), also von der ‚Wohlklangkomposition‘ einer Handvoll typischer Landschafts-Elemente: Feld und Wiese, Hecke und Wald / Wäldchen, Hügel und Tal, Weg und Wasserlauf, Horizont und Wolken, Satteldächer in Obstgärten. […] Eine Stimmung der Ruhe und Kontemplation herrscht in diesen Bildern; alles Grelle, Disparate, Öde wird negiert oder ist höchstens in Spuren zu erahnen […]“ (Jürgen Sandweg (2004): Auf der Suche nach der Seelenlandschaft, in: Udo Kaller (Hrsg.) (2004): Udo Kaller. Hundert Ansichten von hundert Ansichten; Verlag Nürnberger Presse; Nürnberg; S. 9-13 [hier: S. 9]).
Die vorliegende Lithographie ist in diese von Jürgen Sandweg beschriebene Schaffensphase einzuordnen und zeigt wohl eine fränkische Dorflandschaft. Ganz dem obigen Zitat entsprechend ist der Vordergrund ‚uninszeniert‘ – eine weite Feldfläche, teilweise aufgelockert durch einzelne Grasbüschel, sowie im linken Bereich begleitet durch einen sanft geschwungenen Weg. Erst im Hintergrund zeigt sich das eigentliche Motiv in Form eines Dorfrands mit ländlichen Häusern, Gebäuden und auch einem (Kirch-)Turm. Baumgruppen lockern die Ansicht dabei immer wieder auf und bilden zugleich eine ganz natürliche Begrenzung der Sicht, was die beschriebene ‚Stimmung der Ruhe und Kontemplation‘ nochmals verstärkt.

 

 

Zu Udo Kaller (geb. 1943 in Gleiwitz (Oberschlesien))
Maler, Zeichner, Grafiker; 1958 Übersiedlung nach West-Deutschland; 1959 Mittlere Reife; 1959-62 Ausbildung zum Farblithografen in Ulm; 1960 Mitglied der Künstlergilde Ulm; 1960 erste Beteiligung an einer Gruppenausstellung in der „Oberen Stube“ (Ulm); 1962-64 Studium an der Kunstakademie München (bei Xaver Fuhr); 1964-70 Studium an der Kunstakademie Nürnberg (bei Hermann Wilhelm, Ernst Weil, Franz Winzinger); 1968 Meisterschüler; 1968 erste Einzelausstellung in der „Kleinen Galerie“ (Nürnberg); 1968 Jugendpreis der Künstlergilde Ulm für Malerei; 1969 Jugendpreis der Künstlergilde Ulm für Grafik; 1970-72 Lehrtätigkeit in Nürnberg und Spardorf; 1971 Jugendpreis der Künstlergilde Ulm für Malerei; 1972 Kulturförderungspreis der Stadt Nürnberg, sowie Jugendpreis der Künstlergilde Ulm für Malerei; ab 1972 als freischaffender Künstler in Nürnberg tätig; ab 1973 erste Wettbewerbe bei „Kunst am Bau“; 1976-2002 Zusammenarbeit mit der Nürnberger Gobelin-Manufaktur (es entstehen 17 Wandteppiche); 1978 Förderungspreis des Oberschlesischen Kulturpreises des Landes Nordrhein-Westfalen; 1980 Stipendium des Freistaats Bayern für die internationale Sommerakademie Salzburg; 1983 Förderpreis des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen; 1987 USA-Reise; 1991 Premio Agazzi, Internationaler Mal- und Grafikpreis (Italien); 1999 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten; 1999, 2000 Aufenthalte in Sizilien; 2002 Sonderpreis des Verlegers der Nürnberger Nachrichten Bruno Schnell; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen

Literatur
Galerie Bode (2002): Udo Kaller. Malerei; Verlag Nürnberger Presse; Nürnberg
KALLER, Udo (Hrsg.) (2004): Udo Kaller. Hundert Ansichten von hundert Ansichten; Verlag Nürnberger Presse; Nürnberg
Internetseite des Künstlers [udo-kaller.de]