O S K A R   M A R T I N – A M O R B A C H

 

Weitere Werke von Oskar Martin-Amorbach

 

oskar-martin-amorbach

 

Zwei Fischerboote am Strand bei Ebbe

Öl auf Leinwand; Keilrahmen; gerahmt
nicht datiert

Rahmengrösse: 108x78cm
Leinwandgrösse: 100,5×70,5cm

u.l. signiert „Martin / Amorbach“
nicht betitelt

€ 1.500,-

 

 

Zustand
Leinwand sehr leicht an Spannkraft nachlassend; Leinwand verso etwas fleckig; Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren (leichte Bereibungen, kleine Abplatzer)

 

 

Oskar Martin-Amorbach ist insbesondere für Werke mit religiösem oder bäuerlichem Kontext bekannt. Das vorliegende großformatige Gemälde sticht mit seinem norddeutschen, maritimen Sujet innerhalb des Schaffens des, aus dem unterfränkischen Amorbach stammenden, Künstlers heraus. Zwei Fischerboote liegen am Strand; es scheint gerade Ebbe zu sein, das Meer hat sich weit im Bildbereich zurückgezogen und nur gegen den Horizont hin erkennt man noch das satte, tiefe Blau.
Es ist dabei insbesondere die Farbgebung, welche die Komposition für den Betrachter zu einem Faszinosum werden lässt. Deutlich vermag man hierbei den Schöpfer religiöser Kunst zu erkennen – das Violett in den Wolken, im Wasser und am Strand, sowie das Gelbgold der Sonnenstrahlen wirken beinahe symbolisch und in ihrer Schönheit außeralltäglich, um nicht zu sagen: irreal.
Oskar Martin-Amorbach hat das oftmals aufgegriffene Motiv des ‚einsamen Strandes‘ auf seine ganz eigene Manier interpretiert und dadurch ein herausragendes Werk voller Ruhe und Weite, Wehmut und Hoffnung geschaffen. Meisterhaft!

 

 

Zu Oskar Martin-Amorbach (27.03.1897 Amorbach – 11.10.1987 Roßholzen):
Maler, Kirchenmaler; begann bereits im Kindes- und Jugendalter zu zeichnen; 1913-14 Besuch der Malschule in Bensheim begann er sein Studium an der Kunstakademie München; 1914-16 Studium an der Königlichen Kunstgewerbeschule München; 1916-19 Kriegsdienst; schwere Verwundung; erst 1920 konnte er sein Kunststudium fortsetzen; Meisterschüler bei Franz von Stuck; nach seinem Studium Umzug nach Samerberg (Chiemgau); dort Anschluss an die Künstlervereinigung „Die Welle“; 1923 Rompreis; im Folgenden erhielt er zahlreiche öffentliche Aufträge (u.a. Freskengestaltung in der Stadtpfarrkirche in Lohr am Main, Ausmalung der Kuppeln der Kirche in Waldsassen); im Dritten Reich wurde Martin-Amorbach zu einem sehr geschätzten und oftmals ausgestellten Künstler; 1939 Ernennung zum Professor in München; 1943 Ernennung zum Professor für Historienmalerei an der Akademie für bildende Künste in Berlin; 1950-51 Überarbeitung und Ergänzung der im Krieg zerstörten Fresken der Würzburger Neumünsterkirche; 1957 schuf er das Wandbild „Abendland“ für das Aula-Treppenhaus der Mozartschule in Würzburg; 1981 Verleihung der Albertus-Magnus-Medaille der Stadt Würzburg; 1982 Verleihung des Ehrentellers der Stadt Amorbach