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Weitere Werke von Karl Fred Dahmen

 

Karl Fred Dahmen: „Raum III“ (Künstlerexemplar)

 

„Raum III“

Aus der Mappe „Hommage à Rothe II“; im Werkverzeichnis Nr. 70 (Roland Angst (Hrsg.) (1979): K.F. Dahmen Werkverzeichnis der Druckgraphik 1956-1978; München: Galerie + Edition A)

Kaltnadelradierung und Aquatinta, auf Maschinenbütten, verso an den oberen beiden Ecken duch Klebestreifen in Passepartout gesetzt

Entstehungsjahr: 1966

u.r. in Rot signiert „Dahmen“

€ 350,-

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Grösse
Passepartoutgrösse: 30x40cm
Blattgrösse: 27×28,5cm [am oberen und unteren Rand u.U. etwas beschnitten];
Bildgrösse: 16,6×17,8cm

Auflage
Künstlerexemplar außerhalb der Auflage von 100 Exemplaren [hierzu u.l. in Rot bez. „Epreuve d´Artiste“; es gab maximal zwölf Künstlerexemplare]

Zustand
Blatt verso an den oberen beiden Ecken duch Klebestreifen in Passepartout gesetzt; im rechten Blatbereich mittig (wenige mm neben der Darstellung) (wohl) technikbedingt kleiner Farbfleck; Blatt verso rechts mittig leicht (farb-)fleckig

 

 

In den Jahren um 1965-66 erscheint bei Karl Fred Dahmen erstmals jenes Block-, Tor-, Tür-Motiv, welches im folgenden Schaffen immer wieder auftauchen sollte. In diesem Kontext heißt es bei Peter Baum, explizit bezogen auf die beiden vorliegenden Radierungen: „Das in der Regel vom unteren Bildrand nach oben hin zentral in die Komposition gesetzte tür- oder fensterähnliche Element findet sich in vergleichbarer Anwendung auch in jenen Radierungen von 1966 mit den Bezeichnungen „Raum I, II und III“ (WV 69-71). Ein Vergleich mit Dahmens späteren, für die Chiemgau-Zeit besonders charakteristischen Objektkästen um 1970 zeigt, daß hier auf rein illusionistischer Ebene bereits in grundlegenden Zügen bildnerisch festgehalten wurde, was in den Arbeiten der dritten Dimension zu so überaus beeindruckenden Ergebnissen geriet“ (Peter Baum (1979): Die Graphik im Werk von Karl Fred Dahmen, in: (Roland Angst (Hrsg.): K.F. Dahmen Werkverzeichnis der Druckgraphik 1956-1978; München: Galerie + Edition A; S. 19).
Die vorliegende Radierung ist dabei dezidiert als Künstlerexemplare des genannten Werkes „Raum III“ gekennzeichnet. Und ganz im Sinne eines solchen, noch im Schaffensprozess erfolgten, Drucks, finden sich bei diesem Werk im Vergleich zu der endgültigen Auflage signifikante Unterschiede. Unterschiede sowohl in den farblichen Umsetzungen der Grau- und Schwarztöne, wie auch in den Strukturen der bearbeiteten Platten. (Zum Vergleich ist an das Ende der Artikelbeschreibung die Seite aus dem Werkverzeichnis mit der dortigen Abbildung von „Raum III“ angehängt.)
Es fällt hier sofort der Innenbereich des Blocks ins Auge, der im Künstlerexemplar noch nicht die horizontal verlaufenden, strukturierenden Linien aufweist. Es fehlt die im unteren Bereich signifikante „W“-Struktur und auch die farbliche Ausführung ist im Allgemeinen noch keinesfalls so düster und differenziert wie im endgültigen Druckzustand.
Nach Roland Angst gibt es zu den Grafiken Dahmens jeweils maximal zwölf Künstlerexemplare (vgl. ebd.; S. 5).