J U L I U S   G U T E K U N S T

 

 

julius-gutekunst

 

Zitadelle von Straßburg mit Münster im Hintergrund

Öl auf Hartfaserplatte
nicht datiert, 1960er Jahre

Blattgrösse: 55x45cm

u.r. signiert „J. Gutekunst“
nicht betitelt

€ 525,-

 

 

              

 

Zustand
Ränder aufgrund früherer Rahmung leicht berieben; am oberen Rand links bestoßen und leichter Materialverlust; partiell sehr leicht beschmutzt; verso Platte etwas berieben, sowie von fremder Hand in Schwarz bez.

 

 

Herzlichen Dank an Frau Sieglinde Metzler, Enkelin des Künstlers, für die freundliche Hilfe bei der Lokalisierung des Motivs und der Einordnung des Werks!

 

 

Der aus Kehl am Rhein stammende und vornehmlich dort auch tätige Julius Gutekunst schuf zum Großteil Landschaftsansichten aus der Region seiner rheinischen Heimat. Nachdem er kriegsbedingt zweimal aus Kehl umziehen musste, kehrte er schließlich 1949 dorthin zurück. Von da an malte er weitere zahlreiche Bilder des Rheins und der Altwasser.
Frau Sieglinde Metzler ordnet das vorliegende Gemälde in die 1960er Jahre ein – eine Zeit also in der sich Gutekunst bereits seit Längerem voll und ganz der Kunst widmen und seine Fähigkeiten weiter verfeinern konnte. Gezeigt wird eine Teilansicht der Zitadelle von Straßburg. Im Hintergrund links ist leicht angedeutet das Münster erkennbar.
Die ganze Komposition lebt von der herbstlichen Farbgebung, die durch die locker impressionistische Malweise Gutekunsts eine wunderbare Wirkung auf den Betrachter erzeugt. Man vermeint beinahe diesen wolkenverhangenen Tag, mit dem ruhigen Gewässer, der leicht kühlen nebligen Luft und vor allem den in sattem Dunkelbraun sich erhebenden Bäumen zu erleben und zu erspüren.
Ungemein beeindruckende, stimmige Ansicht des in der Kehler Region zu Recht als ‚Maler als Heimat‘ bezeichneten Julius Gutekunst!

 

 

Zu Julius Gutekunst (10.12.1883 Kehl a.R. – 09.10.1966 Kork):
Maler; Malerlehre beim Malermeister Stechele in Kehl am Rhein; ab 1907 selbstständig tätig; nebenbei beschäftigte er sich stets künstlerisch; in dieser Zeit besuchte er immer wieder die Klasse von Prof. Lothar von Seebach (Kunstakademie Straßburg); Kontakte mit Ludwog von Herterich; im Ersten Weltkrieg in Flandern eingesetzt, wobei die Landschaft einen großen Einfluss auf ihn hatte; 1937 übergab er die Leitung seines Malerbetriebes seinem Sohn, um sich verstärkt der Malerei widmen zu können; nach Zusendung von Werken wurde er in die Reichskammer der bildenden Künste aufgenommen; während der ersten Evakuierung Kehls in Dillingen a.d. Donau ansässig; 1940 Rückkehr nach Kehl; Kontakt mit Straßburger Künstlern und Aufnahme in die Gruppe „Kameradschaft der Künstler und Kunstfreunde am Oberrhein“; während der zweiten Evakuierung Kehls lebte er in Sulz bei Lahr; Herbst 1949 Rückkehr nach Kehl; während Krieg und Evakuierung waren fast alle früheren Werke verlorengegangen; November 1963 große Ausstellung mit 89 Bildern in der Stadthalle in Kehl

Quelle: Internetseite zum Künstler [julius-gutekunst-kunstmaler.de]