H E I N R I C H   G R A F   V O N   L U C K N E R

 

Weitere Künstler des Expressiven Realismus

 

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„Aus den ‚Monts des Maures'“

Aquarell und partiell Kohle auf Aquarellbütten [C.M.Fabriano]; am oberen Rand durch vier Klebestreifen auf feste Platte gezogen
u.r. datiert „[19]54“

Plattengrösse: 80x60cm
Blattgrösse: 66,5x48cm

€ 800,-

 

 

u.r. monogrammiert „HL“; verso u.l. Stempel „Nachlass“ und daneben von Hand bez. „Heinrich Graf Luckner, Prof. / 1891-1970“
verso u.l. wohl von fremder Hand betitelt: „Aus den ‚Monts des Maures'“

Zustand
am oberen Rand durch vier Klebestreifen auf feste Platte gezogen; verso u.l. bez. und nummeriert „Fo.Reg. [?] 53“; verso an den Rändern stellenweise technikbedingt leicht fleckig (Aquarellfarben)

 

 

Die vorliegende Arbeit fällt in die Zeit, in der Graf Luckner wohl die größte Aufmerksamkeit zuteil wurde. 1949 nahm er einen Ruf als Professor an die Berliner Kunstakademie an und war daneben an zahlreichen Ausstellungen mitbeteiligt. Das Aquarell zeigt ihn auf der Höhe seines Könnens, was den Umgang mit Aquarellfarben anbelangt. Brillant schafft er es durch Farbeinsatz -und kontrastierung, die mediterrane Atmosphäre bildnerisch zu übermitteln.

Zu Heinrich Graf von Luckner (12.03.1891 Kolberg – 15.08.1970 München):
1909-1919 aktiver Offizier; 1914-18 russische Kriegsgefangenschaft; 1915 Begegnung mit Juluis Meier-Graefe; 1919-22 Studium der Malerei in Danzig (bei Fritz Pfuhle) und an der Kunstakademie Dresden (bei Ludwig von Hofmann); Übersiedlung nach Berlin; erste Ausstellung in der Galerie Carl Nicolai; 1924-27 Aufenthalte in Italien, Frankreich, England; während dieser Zeit Ausstellungen in u.a. London, Köln, Duisburg; ab 1929 Wandmalereien in öffentlichem Auftrag; 1937 werden bei der Aktion „Entartete Kunst“ zwei Arbeiten beschlagnahmt; 1939-42 Kriegsdienst; 1942 Ehrengast in der Villa Massimo (Rom); 1944-45 Kriegsdienst; kriegsbedingte Zerstörung von beinahe dem gesamten Schaffen; 1947 Gründung der „Sasso-Presse“; 1949-57 Professor an der Kunstakademie Berlin; 1956 Ernennung zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste Berlin; 1961 Übersiedlung nach München

Literatur
SCHNEIDER, Erich (Hrsg.) (2009): Expressiver Realismus. Die Sammlung Joseph Hierling [Schweinfurter Museumsschriften 166/2009]; Schweinfurt; S. 212