G Ü N T H E R   G R A S S M A N N

 

Weitere Werke von Günther Grassmann

 

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„Bei Tivoli“

Farblithographie auf Maschinenbütten
nicht datiert, im Katalog (a.a.O.) datiert: 1963

Blattgrösse: 43,2×30,4 cm
Bildgrösse: (etwa) 35x23cm

€ 95,-

 

    

 

Auflage: o.r. in Blei bez. „Probedruck“
u.r. in Blei signiert signiert „Graßmann“
betitelt „Bei Tivoli“ in: Bayerische Akademie der Schönen Künste (Hrsg.) (1985): Günther Grassmann. Malerei und Graphik; München; Seite 99 (Nr. 108)

Zustand
Blatt am oberen Rand (wohl) vom Künstler auf bräunlichen Karton befestigt/geklebt (dieser zugleich Rahmenrückwand); partiell Druckstellen; insgesamt (technikbedingt) leicht wellig; in den vier Ecken je zwei kleine Einstichlöcher; im Bereich o.r. leichte diagonale Stauchung; insgesamt leicht nachgedunkelt; Rahmenrückwand etwas fleckig, sowie an den Rändern mit Rostspuren der Nägel; Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren

 

 

1963 erhielt Günther Graßmann das Bundesverdienstkreuz I. Klasse und war zudem „auf Vorschlag des Bayerischen Kultusministeriums zusammen mit seiner Frau drei Monate Ehrengast der Villa Massimo in Rom“ (Inge Feuchtmayr (1985): Der Weg eines Münchner Malers durch unser Jahrhundert – Günther Graßmann zum 85. Geburtstag, in: Bayerische Akademie der Schönen Künste (Hrsg.): Günther Grassmann. Malerei und Graphik; München; S. 11-20 [hier: 20]. Die vorliegende Lithographie datiert auf dieses Jahr und es ist anzunehmen, dass die Idee hierfür während des dreimonatigen Aufenthalts in Rom entstand. Die geschwungene Formgebung der Vegetation, wie auch die ungemeine Tiefenwirkung zeichnen das Werk aus und tragen deutlich die ‚Handschrift‘ Graßmanns. Die Häuser stehen wie zerstreut, etwas ungeordnet erscheinend in der Landschaft, der Graßmann deutlich die Priorität beimisst. Es erscheint beinahe so, als seien die Häuser und mit ihnen auch die Menschen an sich, nur Gast in dieser unberührten, idyllischen Landschaft bei Tivoli. Das Mediterrane wirkt durch die eingesetzten Farben etwas verhaltener, gedämpfter. Wunderbare Komposition des Münchner Künstlers!

 

 

Zu Günther Graßmann (14.10.1900 München – 25.11.1993 Pöcking):
1918 kurzer Militärdienst; 1919-20 Architekturstudium (Technische Hochschule (München)); 1921-23 Studium d. Malerei (Akademie der Bildenden Künste (München)); ab 1925 freischaffender Maler; Studienaufenthalte in Serbien, Spanien, Niederlande; in den 30ern rege Tätigkeit mit der Ausstellungsgemeinschaft „7 Münchner Maler“; 1933 Mitglied im Deutschen Künstlerbund und der Münchner Sezession; 1937 Beschlagnahme von drei Werken bei der Aktion ‚Entartete Kunst‘; danach v.a. Arbeiten im Kirchenbereich; 1939-40 Militärdienst; 1941-45 Lehrer an der Städel-Schule (Frankfurt a.M.); 1946 Rückkehr nach München; 1955-73 Präsident der Münchner Sezession; 1963 Bundesverdienstkreuz; 1966 Bayerischer Verdienstorden

Literatur
LAUTERBACH, Elke (1999): „7 Münchner Maler“, tuduv Verlag
Bayerische Akademie der Schönen Künste (Hrsg.) (1985): Günther Grassmann. Malerei und Graphik; München