F R I E D R I C H   W I L H E L M   M U N D I N G E R

 

Weitere Werke von Friedrich Wilhelm Mundinger

 

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Judaskuss

Ölfarben auf Papier; am oberen Rand durch Klebeband unter Passepartout montiert; gerahmt; unter Glas
nicht datiert, wohl um 1960

Blattgrösse: 62x47cm
Rahmengrösse: 76×62,5cm

u.l. signiert „FW Mundinger“
nicht betitelt

€ 600,-

 

 

 

  

 

Zustand
Blatt am oberen Rand unter Passepartout montiert; Blatt durchgehend stockfleckig (schlägt verso durch); Blatt technikbedingt leicht wellig; am rechten Blattran im oberen Bereich kleiner Einriss (etwa 0,5cm; vom PP verdeckt); Passepartout leicht stockfleckig; Druckstellen im Blatt

 

 

Spannende, expressiv ausgeführte Interpretation des Judaskusses. Obgleich Mundinger rein Braun-, Ockertöne einsetzt, birgt die Komposition eine Reichhaltigkeit und Vielschichtigkeit.

 

 


Zu Friedrich Wilhelm Mundinger (07.12.1893 Offenburg – 24.05.1965 Remscheid):
Volksschule, Oberrealschule. Bis 1913 kaufmännische Lehre in Pforzheim. Von 1919 bis 1921 Studium der Volkswirtschaft an der Universität (Handelshochschule) München; Diplom-Kaufmann. Studium der Staatswissenschaften in Frankfurt und Hamburg; Promotion zum Dr. rer. pol. 1923 Heirat mit Gertrud Loeb; 1936 Umzug nach Telgte und Rückzug der Familie aufgrund der jüdischen Abstammung der Ehefrau; 1944 Verhaftung der Familie und Deportation ins Zwangsarbeitslager Kassel; März 1945 gelingt der Familie und befreundeten Militärs die Flucht aus dem Lager; bis Kriegsende versteckt sich die Familie unter falschem Namen bei Freunden in Delbrück; in dieser Zeit malte Mundinger zahlreiche Aquarelle, die er gegen Lebensmittel u.ä. verkaufte; nach dem Krieg Rückkehr nach Telgte; Selbständig als beratender Volkswirt, Maler und Graphiker. Vorsitzender der Westfälischen Sezession. 1. Vorsitzender des Westdeutschen Künstlerbundes und Vizepräsident des Landesberufsverbandes bildender Künstler Nordrhein-Westfalen. Mitglied der FDP ab 1945, Kreisvorsitzender der FDP in Münster. Mitglied des Kreistages. Mitglied des Provinzialrates Westfalen 1946. Über den Maler Mundinger im Vollmer Künstler- Lexikon: ‚Meisterschüler von Otto Modersohn. Ab 1933 Mal.- und Ausstellungsverbot. Seit 1945 wieder Maler. Landschaften, Stilleben. 1. Vorsitzewnder d. westfälischen Sezession und des westfälischen Künstlerbundes. Etc.‘; — „Wer hat Zeugnisse über Mundinger?“, in: Westfälische Nachrichten (v. 14.08.2010)