F R I E D R I C H   W I L H E L M   M U N D I N G E R

 

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friedrich-wilhelm-mundinger-blumenstillleben
Stillleben mit verschiedenen Frühjahrsblumen
(u.a. Margeriten, gelbe Wald-Tulpen, Lilien) in hellblauer Vase

Aquarell über partiellen Bleistiftvorzeichnungen; partiell mit Deckweiß gehöht; auf Aquarellkarton; gerahmt; unter Glas
nicht datiert

Rahmengrösse: 58,2×78,2cm
Blattgrösse: 51,1×70,8cm

u.l. in Blei signiert „FW Mundinger“; sowie verso auf Rahmenrückwand nochmals in Blei von fremder Hand bez. mit Künstlerdaten
nicht betitelt

€ 440,-

 

 

 

  

 

Zustand
Blatt insgesamt leicht aufgehellt, Farben mitunter etwas verblasst; Blatt verso im oberen Bereich etwas fleckig; verso an den Rändern umlaufend Reste von braunem Klebeband

 

 

Locker, luftig frisches Stillleben mit verschiedenen Blumen des Frühlings bzw. des Frühsommers. Der gekonnte, sichere Umgang Mundingers mit Aquarellfarben zeigt sich in dem vorliegenden Blatt deutlich; wobei insbesondere die kontrastierenden Abstufungen innerhalb der einzelnen Farben bestechen. Wunderbar harmonisch stimmige Komposition!

 

 


Zu Friedrich Wilhelm Mundinger (07.12.1893 Offenburg – 24.05.1965 Remscheid):
Volksschule, Oberrealschule. Bis 1913 kaufmännische Lehre in Pforzheim. Von 1919 bis 1921 Studium der Volkswirtschaft an der Universität (Handelshochschule) München; Diplom-Kaufmann. Studium der Staatswissenschaften in Frankfurt und Hamburg; Promotion zum Dr. rer. pol. 1923 Heirat mit Gertrud Loeb; 1936 Umzug nach Telgte und Rückzug der Familie aufgrund der jüdischen Abstammung der Ehefrau; 1944 Verhaftung der Familie und Deportation ins Zwangsarbeitslager Kassel; März 1945 gelingt der Familie und befreundeten Militärs die Flucht aus dem Lager; bis Kriegsende versteckt sich die Familie unter falschem Namen bei Freunden in Delbrück; in dieser Zeit malte Mundinger zahlreiche Aquarelle, die er gegen Lebensmittel u.ä. verkaufte; nach dem Krieg Rückkehr nach Telgte; Selbständig als beratender Volkswirt, Maler und Graphiker. Vorsitzender der Westfälischen Sezession. 1. Vorsitzender des Westdeutschen Künstlerbundes und Vizepräsident des Landesberufsverbandes bildender Künstler Nordrhein-Westfalen. Mitglied der FDP ab 1945, Kreisvorsitzender der FDP in Münster. Mitglied des Kreistages. Mitglied des Provinzialrates Westfalen 1946. Über den Maler Mundinger im Vollmer Künstler- Lexikon: ‚Meisterschüler von Otto Modersohn. Ab 1933 Mal.- und Ausstellungsverbot. Seit 1945 wieder Maler. Landschaften, Stilleben. 1. Vorsitzewnder d. westfälischen Sezession und des westfälischen Künstlerbundes. Etc.‘; — „Wer hat Zeugnisse über Mundinger?“, in: Westfälische Nachrichten (v. 14.08.2010)