E R I C H   W Ü N S C H E

 

Weitere Werke von Erich Wünsche

 

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Portrait von Theo Maerker aus Winterlingen

Öl auf Platte
nicht datiert, um 1950

Plattengrösse: 46×59,1cm

u.l. in Rot signiert „EWünsche“, sowie verso u.l. mit schwarzem Faserstift bez. „Der Künstler Wünsche war in Gaienhoven [sic!]“
verso u.r. mit schwarzem Faserstift bez. „Theo Maerker / Winterlingen / Dr. Erich Maerkers Sohn“

€ 340,-

 

 

 

 

Zustand
etwas bestaubt; im oberen Bereich der Nase des Portraitierten kleine Farbfehlstelle; im Bereich rechts vom Mund lieichter Kratzer; Ränder durch frühee Rahmung berieben; Ecken etwas bestoßen (Ecke u.l. etwas stärker bestoßen); verso Lagerspuren (etwas fleckig; berieben)

 

 

Treffend, gut ausgearbeitete Portraitkunst von Erich Wünsche. Der vormals in Dresden wirkende Wünsche war ab etwa 1950 in Gaienhofen ansässig. Die vorliegende Arbeit entstand wohl als Auftragsarbeit. Der Portraitierte Theo Maerker ist der Sohn des in Winterling tätigen Arztes Dr. med. Erich Maerker (geb. 26.12.1891 Villingen – Todesdatum unbek.).

 

 

Zu Erich Wünsche (02.05.1893 Sebnitz – Todesdatum unbek.):
Maler, Grafiker; Kindheit und Jugend verbrachte Wünsche wohl in Sebnitz; 1908 besuchte er die Kunstgewerbeschule in Dresden; 1911/12-14 und 1914-18 Studium an der Kunstakademie Dresden (bei Richard Müller und Osmar Schindler); dazwischen August 1914 – Dezember 1918 Kriegsdienst; 1916 mit fünf Zeichnungen und Aquarellen aus der Champagne ist Wünsche auf der „Zweiten Ausstellung Dresdener Künstler die im Heeresdienste stehen“ vertreten; 1917 ist er mit sechs Werken aus der Champagne und von der Somme auf der Herbstausstellung der Künstlervereinigung Dresden vertreten; 1918-22 Fortsetzung des Studiums an der Kunstakademie Dresden als Meisterschüler bei Robert Sterl; um 1920 Wohnsitz in Borsberg bei Dresden, später dann in Dresden; 1921 schuf er Radierungen von Dresden, die dann auch in der Publikation „Dresden. 10 Kunstblätter nach Originalradierungen von Erich Wünsche“ (Kunstverlag Wilhelm Stein; Dresden; o.J. [1921] erschienen sind; 1922-28 vertreten auf mehreren Dresdner Ausstellungen; etwa 1930-33 wohnhaft in Dresden-Loschwitz (Rißweg 4); 1937 wurde in der Aktion „Entartete Kunst“ aus der Städtischen Galerie Dresden das Graphikwerk „Dantons Tod“ (20 Radierungen, 1921) von Erich Wünsche beschlagnahmt (vgl. Christian Neuhuber (2009): Georg Büchner: das literarische Werk; Erich Schmidt Verlag; S.75); das weitere Wirken ist nur lückenhaft bekannt; zumindest für die1960er Jahre (vielleicht auch schon früher) war Erich Wünsche in Gaienhofen (Haus Bergfried?) wohnhaft; dort schuf er u.a. Landschaftsbilder und Portraits

Literatur
WENZEL, Otto-Rüdiger (Red.) (2007): Künstler am Dresdner Elbhang (Bd. 2); Dresden; Elbahng-Kurier-Verlag; S. 505
Kürschners Graphiker Handbuch, 1967, de Gruyter, S. 331
Annuaire international des beaux-arts, Band 1, 1965, S. 853