E M I L   S T R A T M A N N

 

Weitere Werke von Emil Stratmann

 

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„Straße im Lipperland“

(1) und (2) jeweils Öl auf Leinwand; aufgezogen auf Platte; gerahmt [Originalrahmen] nicht datiert, wohl 1960-62

Rahmengrösse: (1) 23,3×39,,3cm; (2) 24,2x43cm
Plattengrösse: (1) 21,1x37cm; (2) 21,9×40,9cm

(1) u.r. monogrammiert „ES“ (in Ligatur), sowie verso o.l. auf Ausstellungsetikett vom Künstler mit dessen Namen bez., weiterhin verso u.r. bei kleiner Skizze monogr. & mit Vornamen sign.; (2) unsigniert

bei (1) verso o.l. auf Ausstellungsetikett vom Künstler in blauem Kugelschreiber betitelt: „Straße im Lipperland“; (2) unbetitelt; (1) und (2) verso (wohl) vom Künstler in blauem Kugelschreiber nummer. „4586“

€ 550,-

 

                

 

Zustand
(1) insgesamt etwas nachgedunkelt, gebräunt; partiell leicht beschmutzt; Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren; verso o.r. in Blei frühere Preisangabe und Lokalisierung „100,- DM / Detmold“; verso Platte leicht fleckig; (2) insgesamt etwas nachgedunkelt, gebräunt; partiell leicht beschmutzt (im oberen Bildbereich etwas stärker fleckig); Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren; verso Platte etwas berieben und fleckig

Ausstellung
02.12.-30.12.1962, „Jahresausstellung Westfälischer Künstler (Weihnachtsverkaufsausstellung)“ Münster, Westfälischer Kunstverein [hierzu verso auf 1) o.l. Etikett mit handschriftl. Bezeichnungen des Künstlers]

 

 

Der äußerst vielseitige Emil Stratmann ist insbesondere als Künstler seiner Münsteraner Heimatregion bekannt.
Die beiden vorliegenden, zusammengehörigen Werke zeigen demgegenüber Straßenansichten im angrenzenden Lipperland. Der rückseitigen, wohl vom Künstler stammenden, Bezeichnung auf (1) folgend, lassen sich die Straßen nach Detmold verorten. Beinahe minimalistisch in der Farb- und Formsprache, gibt Stratmann seinen Eindruck malerisch wieder. Straßen, Gebäude, Bäume entstehen aus klar gegliederten, einfarbigen, keinerlei Farbnuance aufweisenden Formen.
Die Schlichtheit die der Künstler durch diese Vorgehensweise erzeugt vermag die Alltäglichkeit des eingefangenen Moments treffend wiederzugeben.

 

 

Zu Emil Stratmann (08.12.1890 Münster – 13.11.1974 ebd.):
Maler, Graphiker, Illustrator; Lehre zum technischen Zeichner bei dem Architekten Aloys Kersting; Besuch der Kunstgewerbeschule in Münster; 1926 Entwurf der Einbandzeichnung für „Professor de Iselmott. Ein Schelmenbuch“ (Verlag Peter Heine & Co.) von Paulheinz Wantzen; ab 1933 auf den Ausstellungen des Kunstvereins Hannover vertreten; 1937 wird bei der Aktion „Entartete Kunst“ ein Werk Stratmanns beschlagnahmt; als Graphiker für das Verlagshaus Aschendorff; 1976 erschien bei Aschendorff „Bilder aus Münster und dem Münsterland“ (hrsg. von Josef Ostermann) das auf Zeichnungen Stratmanns basiert; das Stadtarchiv Münster besitzt ein großen Posten an Zeichnungen, Graphiken Stratmanns mit münsterischen Motiven