C U R T   W I T T E N B E C H E R

 

Weitere Werke von Curt Wittenbecher

 

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„Höchenschwander Karneval zu Februar 64“

Aquarell ohne Bleistiftvorzeichnungen auf Aquarellbütten
verso in der Betitelung datiert: 1964

Blattgrösse: 47,8×35,7cm

unten rechts monogrammiert „CW“, verso unten rechts mit blauem Kugelschreiber vollsigniert „Curt Wittenbecher“
verso unten rechts mit blauem Kugelschreiber vom Künstler betitelt: „Höchenschwander Karneval zu Februar 64“, sowie darüber ebenso mit blauem Kugelschreiber mit der Werksnummer 1597 versehen

€ 650,-

 

 

Zustand
am Blattrand oben mittig kleiner Einriss (Länge etwa 1,5cm); Ecken etwas bestoßen; teilweise an den Ecken minimaler Papierverlust; linker Blattrand etwas unsauber beschnitten; verso in den Ecken, sowie mittig an den Rändern Reste früherer Befestigung (Klebestreifen bzw. Blatt etwas aufgerauht); verso mittig (wohl) technikbedingt leicht fleckig

 

 

Curt Wittenbecher hielt sich oftmals im Schwarzwald auf und hielt seine Eindrücke dort in zahlreichen Arbeiten fest. Dieses Blatt ist zweifelsohne auf einem seiner dortigen Aufenthalte entstanden. Ob Wittenbecher dabei längere Zeit in Höchenschwand bzw. im Landkreis Waldshut weilte ist unklar. Die Arbeit zeigt einen Momenteinfang eines farbenfrohen Karnevalumzugs. Der brillante Umgang Wittenbechers mit Aquarellfarben zeigt sich hierbei deutlich.

Zu Curt Wittenbecher (01.08.1901 Magdeburg – 02.01.1978 Bremen):
während der Schuljahre bis zum Abitur Halbtagsschüler der Kunstgewerbeschule Magdeburg; 1921-24 Studium an der Privatschule für graphische Künste (bei Moritz Heymann und Walter Thor); danach Studium an der Städtischen Kunstgewerbeschule (Berlin-Charlottenburg) bei Harold Bengen und an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule (Magdeburg) bei Ernst Hoffmann und Richard Winckel; anfangs Dozent für Laienzeichnen und Kunstbetrachtung an der Volkshochschule Charlottenburg; ab 1928 freischaffender Maler und Graphiker in Magdeburg; 1934 Ausstellung im Kaiser-Friedrich-Museum (Magdeburg) in Gemeinschaft mit Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff; Aufnahme in den Künstlerverein -Börde-; 1939-40 Mitglied und Leiter der -Künstlerkameradschaft Magdeburg-; gemeinsam mit Friedrich Einhoff, dem Zerbster Maler Paul Jünemann u. a. war er ab 1939 in den Kriegsjahren zuständig für die jährlichen Magdeburger Kunstausstellungen; 1942 Verleihung des Kunstpreises der Stadt Magdeburg; 1944 Übersiedlung nach Hindeland im Allgäu, nach dem Totalverlust seiner Wohnung durch Kriegseinwirkung; 1949 Übersiedlung nach Worpswede; 1953 Gründungsmitglied des „Neuen Forum“ (Bremen); seit 1955 freischaffender Maler in Bremen; zahlreiche öffentliche Aufträge, sowie Lehrtätigkeiten; Motive waren häufig Naturdarstellungen und Stilleben

Literatur
LIEBSCHER, Sabine: Curt Wittenbecher; in: Magdeburger Biographisches Lexikon
SCHNEIDER, Erich (Hrsg.) (2009): Expressiver Realismus. Die Sammlung Joseph Hierling [Schweinfurter Museumsschriften 166/2009]; Schweinfurt; S. 353
Kunstverein Bremen (Hrsg.): Katalog -Curt Wittenbecher. Ausstellung 1959/60. Kunsthalle Bremen