W I L H E L M   M O R I S S E

 

Weitere Werke von Wilhelm Morisse

 

Wilhelm Morisse: Rickshahzieher

 

„Rickshahzieher“

Kreide, Farbkreiden auf graubläulichem Ingrespapier [„MBM“];
u.l. in Blau lokalisiert & datiert „Peking / 1924“

Blattgrösse: 20,3x24cm

u.l. in Blau signiert „W.Morisse“
u.l. in Blau bez.: „Rickshahzieher“

€ 220,-

 

 

 

 

          

 

Zustand
partiell leichte Druckstellen; Ecken o.r. und u.l. etwas knittrig; am rechten Blattrand unten minimaler Papierverlust; im rechten Bereich mittig schwach fleckig; verso an den Rändern umlaufend weißes Klebeband, sowie verso rechts mittig in Blei bez.

 

 

Wilhelm Morisse unternahm mit seiner 1917 angetrauten Frau Luise 1924 und 1926 Reisen nach China. Von diesen Reisen brachte er malerische und zeichnerische Dokumente seiner Eindrücke mit. Das vorliegende Bildnis eines ‚Rickschaziehers‘ wird bei der ersten dieser China-Reisen entstanden sein.

 

 

Zu Wilhelm Morisse (16.10.1870 Brake – 22.09.1936 Oldenburg):
Maler, Kirchenrestaurator; Sohn des Lehrers Gerhard Wilhelm Heinrich Morisse( 1842-1904) und dessen Ehefrau Sophie Katharina Wilhelmine, geb. Ruschmann (1847-1935); der Wunsch die Dresdner Kunstakademie zu besuchen scheiterte an finanziellen Mitteln; ab 1886 Lehre als Anstreicher; 1889 Vermittlung zu Prof. Hermann Schaper (1853-1911) nach Hannover, der öffentliche und sakrale Gebäude ausmalte; 1895-99 unter Wilhelm Mohrmann (1849-1937) tätig im Malersaal des Hoftheaters in Oldenburg; im Folgenden Anstellung bei Prof. Schaper in Hannover; er unternahm Studienreisen nach Italien, Frankreich, Belgien und in die Niederlande; 1904 Rückkehr nach Oldenburg und dort ebenso tätig als Deckenmaler; 1911 Verleihung der Silbernen Medaille für Wissenschaft und Kunst; Mitglied der Vereinigung Nordwestdeutscher Künstler und des Deutschen Werkbundes; ab 1904 Mitglied beim Oldenburger Künstlerbund, dessen Ausstellungen er regelmäßig beschickte; 1914 Regimentsmaler und Kriegsberichterstatter des Oldenburgischen Infaterie-Regiments Nr. 91; 1917 Heirat mit Luise Pape; 1924 und 1926 unternahm das Paar Reisen nach China, während denen er seine Eindrücke zeichnerisch festhielt; ab 1926 war er aufgrund einer Fußlähmung in den Rollstuhl gezwungen; Morisse malte v.a. Landschaftsmotive aus seiner heimatlichen Region 

Literatur / Quellen
Internetseite von Jürgen Derschewsky, Verfassers der „Biografien Oldenburger Künstler“, [derschy.de]