W I L H E L M   G U N T E R M A N N

 

 

wilhelm-guntermann

 

Mediterrane Flusslandschaft

Öl auf Leinwand, Spannrahmen; gerahmt
nicht datiert

Rahmengrösse: 108,5x82m
Leinwandgrösse: 100x73cm

u.l. sign. „W. Guntermann“
nicht betitelt

€ 1.400,-

 

                     

 

Zustand
leichte Craquelé-Bildung; partiell leicht fleckig; in den Randbereichen schwache Druckstellen durch hinterlegten Spannrahmen (am rechten Rand etwas stärker); partiell dezente Retuschen; Leinwand verso leicht fleckig

 

 

Unter einem locker bewölkten Himmel breitet Wilhelm Guntermann eine weite Landschaft aus. Ein Fluss verläuft gemächlich aus dem Vordergrund in den hinteren Bildbereich und dort entlang der leichten Erhebung. Am Ufer der Gegenseite und auch am Uferrand im Hintergrund sind Zypressen, sowie vereinzelte kleinere Büsche zu erkennen.
Guntermann hat hier kein Motiv mit einem besonderen Bauwerk oder einer signifikanten Naturansicht gewählt. Vielmehr scheint es, als sei es der Augenblick, das momenthafte Erleben bei diesem Fluss gewesen, das ihn zu diesem Werk bewog. Die Weite der Landschaft und das ganz eigene Licht waren schon früher gesuchte und erhoffte Anziehungspunkte einer Reise ins Mediterrane und ganz in diesem Sinne versteht es Guntermann sein persönliches sinnhaftes Erleben auf eine beeindruckende Weise in dieser Landschaftskomposition malerisch festzuhalten und zu vermitteln.

 

 

Zu Wilhelm Guntermann (19.03.1887 Bensheim – 23.11.1976 Darmstadt):
Maler, Zeichner; Sohn eines Kaufmanns; 1907 erster Aufenthalt in Hollerbach; 1909-16 studierte zusammen mit Arthur Grimm an der Kunstakademie Karlsruhe (bei Ludwig Schmid-Reutte und Wilhelm Trübner); gehörte zur ‚Hollerbacher Malerkolonie‘ (zusammen mit Harold Bruntsch, Rudolph Burckhardt, Waldemar Coste, Arthur Grimm, Ejner Quaade und Franz Wallischeck); etwa 1914-29 ständiger Wohnsitz in Hollerbach; 1929-39 Studienreisen nach Italien, in die Niederlande, nach Belgien und Frankreich; 1939 Umzug nach Bad König

Literatur
MÜLFARTH, Leo (1987): Kleines Lexikon Karlsruher Maler; Badenia-Verlag; Karlsruhe; S. 167
SIEBER, Michael (1980): Die Hollerbacher Malerkolonie; Druckerei Odenwälder; Buchen; S. 58-61