V I K T O R   P U C I N S K I

 

 

 

„Truthühner“

Pastellkreiden auf bräunlichem Papier, säurefrei unter Passepartout, gerahmt, unter Glas [Originalrahmen];
nicht datiert, (wohl) um 1915

Rahmengrösse: 38,5×48,8cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 22,7×30,7cm

€ 380,-

Kaufanfrage

 

 

                     

 

 

u.r. in Blei signiert „Pucinski“, sowie verso auf der Rahmenrückwand o.l. in Blei mit Künstlernamen und dem Hinweis „Düsseldorf / Kunstakademie“ bez.
verso auf der Rahmenrückwand o.l. in Blei betitelt „Truthühner“

Zustand
partiell leicht wellig; verso am oberen Blattrand Reste früherer Befestigung (braunes Klebeband); Ecken minimal bestoßen; Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren (an Ecken/Kanten leicht berieben); verso durchgehend etwas fleckig

Ausstellung
(wohl) Ausstellungsbeteiligung im Kunstpalast Düsseldorf, diese jedoch nicht nachgewiesen [hierzu verso mittig links Etikett „Kunstpalast Düsseldorf“ mit Nummerierung „142“]

Provenienz
verso auf Rahmenrückwand kleines aufgeklebtes Papier mit handschriftlicher Bezeichnung in dunkler Tinte „Loë / Adendorf“, sowie farbschwachem Stempel

 

 

Der aus Posen stammende Viktor Pucinski malte seine Tierdarstellungen vornehmlich in Form von Ölgemälden mittlerer Größe. Daneben sind nur verhältnismäßig wenige Aquarelle und Pastellkreidezeichnungen bekannt. Womöglich können die vorliegenden „Truthühner“ in die frühe Schaffensphase um 1915 datiert werden, dürfte doch die rückseitige vom Künstler ausgeführte Bezeichnung „Düsseldorf Kunstakademie“ auf seine Studienzeit (1911-15) verweisen. Denkbar ist dann, dass Pucinski mit den „Truthühnern“ als Teil einer Schüler- bzw. Abschlussklasse im Düsseldorfer Kunstpalast ausstellen konnte.

 

 

Zu Viktor Pucinski (17.12.1882 Posen – 1952 Düsseldorf):
Maler, Zeichner; 1911-15 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (bei Julius Paul Junghanns und Eugen Dücker); Pucinski war in Düsseldorf vornehmlich als Tiermaler tätig; ab den 1920er Jahren zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen; 1937 Beteiligung an der „Großen Kunstausstellung Düsseldorf“ (Kunsthalle Düsseldorf); 1937 Beteiligung an der „Tierkunst-Ausstellung“ (Ausstellungsgebäude Tiergartenstraße, Berlin); 1937-38 Beteiligung an der „Kunstausstellung“ (Kölnischr Kunstverein & Haus der Kunst, Berlin & Kunsthalle Hamburg); 1938-44 war Pucinski mit insgesamt zwölf Gemälden vertreten bei den „Großen Deutschen Kunstausstellungen“ (Haus der Deutschen Kunst, München); 1939-41 Beteiligungen an der „Herbstausstellung Düsseldorfer Künstler“ (Kunsthalle Düsseldorf); 1940, 1942 Beteiligungen an der „Frühjahrs-Ausstellung Düsseldorf“ (Kunsthalle Düsseldorf); 1940 Beteiligung an der für die Kriegsfront vorgesehenen „Kunstausstellung für Soldaten. Zeitgenössische Künstler stellen aus“; 1940 Beteiligung an der „Rheinischen Kunstausstellung Berlin“ (Schloss Schönhausen, Berlin); 1941-43 Beteiligungen an der „Großen Frühjahrs-Ausstellung“ (Künstlerhaus Hannover); 1942 Beteiligung an der Ausstellung „Der Rhein und das Reich“ (Herzog-Anton-Ulrich-Museum, Braunschweig); Mitglied der „Vereinigung Düsseldorfer Künstler“; Mitglied der Künstlervereinigung „Malkasten“ (Düsseldorf); Werke Pucinskis befinden sich u.a. im Besitz des Lippischen Landesmuseums, der Österreichischen Galerie (Wien)

Literatur
„Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, Onlineversion, Künstler-ID: 00073713
PAPPERNIG, Michaela (Bearb.) (1997): Kunst des 20. Jahrhunderts. [Band 3: L-R, Bestandskatalog der Österreichischen Galerie in Wien]; Wien: Brandstätter; S. 223