R U D O L F   G R I E ß

 

Weitere Münchner Künstler

 

rudolf-griess

 

„Ein modernes Kind“

Tusche, teilweise grau laviert, Kohle, Deckweiß auf festerem Karton; braunes Passepartout lose anbei
nicht datiert, um 1902

Blattgrösse: 36,4×46,8cm

u.l. in Weiß signiert „R. Griess“, sowie verso nochmals in Blei signiert/bez.[?]

„Ein modernes Kind“ [so betitelt als Illustration in „Fliegende Blätter“ (116. Bd., Nr. 2952, 1902, S. 85); sowie verso nochmals mit einem wohl später verworfenen Titel bez. „Der Gefühlsautomat: Lustig – Traurig“]

verkauft

 

 

                   

 

Zustand
insgesamt etwas nachgedunkelt und leicht fleckig; in den Randbereichen des Passepartoutausschnitts etwas gebräunt; in Ecke u.r. in Blei bez. & nummer. „512 / 2 […]“; verso am oberen und unteren Rand mittig Reste früherer Befestigung; verso insgesamt etwas (stock-)fleckig

 

 

Zu Rudolf Grieß (03.01.1863 Zerbst – 02.10.1941 München):
Maler, Zeichner, Illustrator, Grafiker; Sohn eines Mützenmachers; Studium an der Kunstakademie Berlin; ab 1893 in München ansässig und tätig; Griess arbeitete insbesondere als Illustrator für die „Fliegende Blätter“ – „Hier tritt er ab 1897 v.a. als Parodist der symbolistischen Kunst und des sich damals entfaltenden Jugendstils in Erscheinung“ (Hans Ries); weiterhin als Illustrator tätig für „Jugend“, „Simplicissimus“; ansässig und tätig in München (Kaiser-Ludwig-Platz 6) 1899-1901 Beteiligungen an den Großen Berliner Kunstausstellungen; 1900 und 1903 Beteiligungen an den Münchner Glaspalast-Ausstellungen — LITERATUR: GÜLKER, Bernd A. (2001): Die verzerrte Moderne: die Karikatur als populäre Kunstkritik in deutschen satirischen Zeitschriften; LIT; Münster; S. 146 — RIES, Hans: Grieß, Rudolf, in: „Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 00081062