R I C H A R D   G R I M M – S A C H S E N B E R G

 

 

Richard Grimm-Sachsenberg

 

Landschaft mit Dorfkulisse im Hintergrund

Kreide & Bleistift auf sandfarbenem Zeichenpapier, verso in den oberen beiden Ecken auf hellbraunen Karton gesetzt
nicht datiert

u.r. in Blei signiert „R. Grimm-Sachsenberg“, auf dem unterlegten Karton am rechten Rand von fremder Hand fälschlich bezeichnet „Arthur Grimm / geb. 11.2.1883 Mudau / Odenwald“
nicht betitelt

€ 680,-

 

 

                            

 

Grösse des unterlegten Kartons: 43×30,8cm
Blattgrösse: 26,1×21,3cm

Zustand
Blatt verso in den oberen beiden Ecken auf hellbraunen Karton gesetzt; rechter Blattrand mit leichten Abrissspuren; insgesamt schwach nachgedunkelt; mitunter leichte Druckstellen; in den Randbereichen sehr leicht gebräunt; verso leichte Lagerspuren, sowie o.l. undeutl. in Blei bez.; unterlegter Karton etwas aufgehellt; unterlegter Karton verso o.l. nochmals von fremder Hand fälschlich in Blei mit Daten zu Arthur Grimm bez.

Provenienz
1) Sammlung Dr. H. M. Spliethoff [hierzu verso u.l. Stempel in Violett, nicht bei Lugt] 2) auf unterlegtem Karton von fremder Hand in Blei bez. „aus der Sammlung und Nachlaß H.v.Volkmann“

 

 

Zu Richard Grimm-Sachsenberg (22.02.1873 Untersachsenberg – 06.06.1952 Leipzig)
Maler, Zeichner, Grafiker, Illustrator, Buch- und Schriftkünstler; 1892 Studium an den Kunstakademie Dresden; 1893 Malschule von Simon Hollósy in München; ab 1894-98 Studium an den Kunstakademie München bei Karl Raupp und Ludwig Herterich; Studienaufenthalt in Florenz; Arbeit in der Malschule von Anton Azbè; Bekanntschaft mit Otto Julius Bierbaum, Otto Falckenberg und Rainer Maria Rilke; am Studienende legt Grimm-Sachsenberg eine Ausbildung zum Lithographen bei Meißner & Buch in Leipzig ab; bereits während der Studienzeit entwirft Grimm-Sachsenberg graphische Illustrationen für die Zeitschriften „Fliegende Blätter“, „Jugend“, „Pan“ und „Simplizissimus“; ab 1898/99 lebt er in Berlin, Dresden und München, dann in Leipzig; auf Initiative von Peter Behrens 1902-05 wird er als Lehrer an der Krefelder Kunstschule berufen (Aufbau einer Klasse für buchgewerbliches Zeichnen und Malerei); 1905-06 Meisterschüler bei Ludwig von Hofmann an der Großherzoglichen Kunstschule Weimar; Grimm-Sachsenberg lässt sich dauerhaft in Leipzig nieder und führt ab da den Beinamen „Grimm-Sachsenberg“; 1910 kalligraphische Neu-Ausgabe von J.F.W. Jerusalem „Ueber die teutsche Sprache und Litteratur“; 1911 dreimonatiges Paris-Stipendium durch die Kröppler-Stiftung; 1913 Mitbegründer der Ganymedes-Presse in Schwarzenberg (mit Hugo Hartmann); als erster Band erscheint ein von Grimm-Sachsenberg ausgestatteter Neudruck von T.Körner „Leier und Schwert“; er publiziert druckgraphische Mappen, Hefte und Einzelblätter, illustriert Bücher u.a. auch, die sich mit seiner vogtländischen Heimat befassen (W.Rudert, Wall mir Vuogtlänner sei, 1937; F.A. Zimmer, Heimwege. Geschichten und Gedichte aus dem Vogtland, 1940). Verlage wie W.Diebner, Herder, F.Heyder, A.Langen, Pustet und Xenien erteilen Grimm-Sachsenberg Gestaltungsaufträge; 1943 Ehrenbürger von Sachsenberg-Georgenthal (Stadt Klingenthal); nach dem 2. WK setzt er sich für das kulturelle Wiederaufleben von Plauen ein; Mitglied des Vereins Deutscher Buchgewerbekünstler; Mitglied des Leipziger Künstlerbundes; Grimm-Sachsenberg schuf v.a. Landschaftsansichten

Literatur
Cacace, Alessandra: Grimm-Sachsenberg, Richard, in: „Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, Onlineversion, Künstler-ID: 00225153