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Weitere schwäbische Künstler

 

Paul Kälberer: Ansicht von Waldenbuch (Galerie)

 

Paul Kälberer: „Ansicht von Waldenbuch“

Paul Kälberer: Drei Brücken (Galerie)

 

Paul Kälberer: ‚Drei Brücken‘

 

Zu Paul Kälberer (17.12.1896 Stuttgart – 03.01.1974 Sulz-Glatt):
Maler, Zeichner, Grafiker; 1914-20 Kriegsfreiwilliger, Frontsoldat, Gefangenschaft; 1920-26 Studium an der Kunstakademie Stuttgart (bei Christian Landenberger); Entstehung von Künstlerfreundschaften (Altherr, Bäuerle, Blutbacher, Fechenbach, Geyer, Groß, Nägele, Pauschinger, Schließler, Schober u.a.); 1926-29 Ausstellungen in Düsseldorf (Akademie) und Berlin und mit der „Stuttgarter Secession“; 1928 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes bis zu dessen Verbot 1936; 1931-33 gefördert von G.F. Hartlaub durch Ausstellung zahlreicher Arbeiten in Mannheim neben Werken von Barlach, Corinth, Hubbuch, Marcks, Nolde, u.a.; vorgesehen mit 14 Exponaten für die Wanderausstellung „Beschauliche Sachlichkeit“, die von den Nationalsozialisten noch vor der Hängung verboten wird; 1934-38 Ablehnung mehrerer Angebote einer Professur an der Stuttgarter Akademie; 1934 Beteiligung an der Ausstellung „Süddeutsche Kunst in München“ (Neue Pinakothek, München); 1935-36 Beteiligungen an der Ausstellung „Deutsche Graphik-Schau“ (Museum der bildenden Künste, Leipzig); 1935 Beteiligung an der Ausstellung „Württembergische Künstler“ (Verein Berliner Künstler); 1936 Beteiligung an der Ausstellung „Malerei und Plastik“ (Kunstverein Hamburg / Deutscher Künstlerbund) [die Ausstellung wird kurz nach der Eröffnung geschlossen]; 1937-39 zunehmende Vereinsamung durch Emigration von Freunden; 1937, 1940 Beteiligungen an der Ausstellung „Graphik und Kleinplastik“ (Haus der Kunst, Berlin und Städtisches Moritzburg-Museum, Halle/S.); 1937 Beteiligung an der „Kunstausstellung“ (Kölnischer Kunstverein); 1937 Beteiligung an der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ (Haus der Deutschen Kunst, München); 1937 Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris für neun Radierungen; 1937 Beteiligung an der „Kunstausstellung“ (Stuttgart); 1938 Beteiligung an der „Kunstausstellung“ (Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt a.M.); 1938 Beteiligung an der „Kunstausstellung“ (Haus der Kunst, Berlin); 1940 Beteiligung an der Ausstellung „Deutsche Graphik“ (Kunstverein Hamburg); 1942 Beteiligung an der „Großen Berliner Kunstausstellung“ (Nationalgalerie Berlin); 1945-74 Wiederaufnahme und Weiterentwicklung des neusachlichen grafischen und malerischen Werkes; nach 1945 zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen; 1946-51; Gründung und Leitung der Bernsteinschule im Kloster Bernstein bei Sulz a.N. mit Hans Pfeiffer als Lehrer und Paul F. Arnold, Reinhold Fendrich, Emil Kies, Lothar Quinte u.v.a. als Schülern; 1966 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für kulturellen Wiederaufbau; 1974 Tod in Sulz-Glatt; 2001 Eröffnung der Galerie Schloss Glatt durch den Landkreis Rottweil mit Dokumentation der Bernsteinschule und einem Kälberer-Kabinett im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt; 2008 wurde die »Kunststiftung Paul Kälberer« als rechtsfähige und gemeinnützige Stiftung anerkannt  

Literatur / Quellen
KÄLBERER, Reinhold (1998): Paul Kälberer – Ein Künstler und sein Dorf im Tal der Glatt, in: Schwäbische Heimat (Heft 4), S. 419-422
NAGEL, Gert K. (1986): Schwäbisches Künstlerlexikon; Kunst & Antiquitäten; S. 63
REISER, Karl August (1968):Deutsche Graphik der letzten hundert Jahre aus der Sammlung Karl August Reiser; Düsseldorf: Rheinland-Verlag; S. 88
RÜTH, Bernhard / ZOLLER, Andreas (1992): Neue Sachlichkeit in Schwaben, in: Weltkunst (Heft 10, v. 15.05.1992); S. 1325-1327
Internetseite der Kunststiftung Paul Kälberer [paul-kaelberer.de]