O T T O   W E S T P H A L

 

 

 

(wohl) Blick vom vorderen Höhenberg nach der Rhön

Kaltnadelradierung auf leichtem, sandfarbenem Karton
u.l. in Blei datiert „1927“

u.l. in Blei signiert „Otto Westphal“
nicht betitelt, (wohl) Blick vom vorderen Höhenberg nach der Rhön

€ 140,-

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Blattgrösse: 38,9×45,1cm
Bildgrösse: 26,3×33,6cm
Auflage: o.A.

Zustand
durchgehend Druckstellen im Blatt; unterer Blattrand mittig mit hinterlegtem Einriss (Länge etwa 2cm); Ecken bestoßen; durchgehend leicht (stock-)fleckig; im Bereich des früheren Pasepartoutausschnitts nachgedunkelt/gebräunt; verso an den Rändern umlaufend transparentes Klebeband

 

 

Zum Zeitpunkt des Entstehens der vorliegenden Radierung stand Otto Westphal im 49. Lebensjahr. Seine kunstgewerbliche und künstlerische Ausbildung in Kassel, Krefeld, Berlin und Dresden hatte er seit knapp 20 Jahren abgeschlossen und als Künstler konnte er sich bereits freischaffend in Dresden etablieren. Gerade in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg bereiste Westphal immer wieder die verschiedensten Regionen Deutschlands (Danzig, Thüringen, Hessen, auf die Insel Rügen) und auch ins Ausland (Italien und die Schweiz) zog es ihn.
Das Motiv dieser Radierung wird er bei einer solchen Reise gefunden haben. Es dürfte sich hierbei um einen Blick vom vorderen Höhenberg in Richtung der Rhön handeln. Der Höhenberg liegt im Thüringer Wald bei Floh-Seligenthal im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Wenige Jahre später (1927-28) wurde Westphal erneut in dieser Region tätig, als er Wandbilder im Blauen Saal des Schlosses Wilhelmsburg in Schmalkalden schuf.

 

 

Otto Westphal (17.04.1878 Leipzig – 05.09.1975 Dresden):
Maler, Zeichner, Grafiker; 1894-96 Studium an der Kunstgewerbeschule Kassel; 1896 Studium an der Preußischen Höheren Fachschule für Textilindustrie in Krefeld; im Anschluss kurzzeitig als Kunstgewerbler tätig; 1899 Umzug nach Berlin und Studium an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerblichen Museums Berlin, sowie an der Lewin-Funcke-Schule in Berlin-Charlottenburg; 1904-07 Studium an der Kunstakademie Dresden (bei Richard Müller und Carl Bantzer); im Anschluss daran freischaffend in Dresden tätig; Studienreisen nach Danzig, Thüringen, Hessen, auf die Insel Rügen, nach Italien und in die Schweiz; 1927-28 entstanden Wandbilder im Blauen Saal des Schlosses Wilhelmsburg, Schmalkalden; 1930 Tätigkeit für das Deutsche Archäologische Institut Rom/Pompeji; 1937 Galerie Kunstausstellung Kühl, Dresden (mit Curt Querner, Erich Fraaß und Johannes Beutner); 1938 Sächsischer Kunstverein, Dresden; 1958 Ausstellung „Unterwegs“ (Galerie Kunstausstellung Kühl, Dresden); 1959 Ausstellung „Ölbilder, Ölstudien, Zeichnungen, Radierungen, Holzschnitte aus den Jahren 1908–1959“ (Meininger Museen, Meiningen); 1971 vertreten in einer Ausstellung in der Galerie Neue Meister (Dresden); 2009 „85 Jahre – Jubiläumsausstellung der Galerie“ (Galerie Kunstausstellung Kühl, Dresden); Westphal schuf zumeist Landschaftsansichten in impressionistischer Manier; Werke befinden sich u.a. in der Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden