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Weitere Werke von Otto Dill

 

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Wäscherin am Steg eines Sees

Bleistift auf Japanpapier; verso an den Rändern durch Klebestreifen unter Passepartout gesetzt; gerahmt; unter Glas
verso auf Rahmenrückwand o.r. von fremder Hand in Blei bez. „gemalt Frühjahr 1927“

Rahmengrösse: 37,8×28,8cm
Blattgrösse: 29,4x20cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 28×18,9cm

€ 475,-

     

 

u.r. in Blei signiert „Otto Dill“
nicht betitelt

Zustand
Blatt verso an den Rändern durch Klebestreifen unter Passepartout gesetzt; partiell leicht Druckstellen; oberer Blattrand mit Abrissspuren; Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren

 

 

Die vorliegende Zeichnung Otto Dills wird durch den horizontal verlaufenden Uferrand halbiert. In der oberen Hälfte zieht sich die reich mit Bäumen bestandene Landschaft bis in den Hintergrund. Die untere Hälfte des Blattes wird insbesondere durch den ruhig liegenden See bestimmt, einzig durchbrochen durch den von rechts bis nach links vorne hinein reichenden Steg. Am vorderen Rand des Stegs bückt sich gerade eine zart gezeichnete Frau, vielleicht eine Wäscherin, zum Wasser nieder.
Die dargestellte, nicht näher lokalisierte Seelandschaft dürfte wohl nach Süddeutschland in die Region um München zu verorten sein. Otto Dill war ab seinem Studienbeginn 1908 bis 1930 in München ansässig und anzunehmen ist, ganz entsprechend der rückseitigen von fremder Hand ausgeführten Datierung auf 1927, dass diese Darstellung gegen Ende dieser Schaffensphase entstand.
Sicher ausgeführte, ruhig idyllische Landschaftskomposition!

 

 

Zu Otto Dill (04.06.1884 Neustadt a.d.W. – 06.07.1957 Bad Dürkheim):
Lehre als Verlagskaufmann; 1908-14 Studium an der Kunstakademie München; Meisterschüler Heinrich von Zügels; 1914 freiwillige Meldung zum Kriegsdienst; 1916 gesundheitsbedingte Versetzung ins bayerische Kriegsministerium; 1916 Heirat mit Emmy Dorothea; 1917 beteiligt an einr Ausstellung im Münchener Glaspalast; 1924 Verleihung des Professorentitels; zahlreiche Reisen nach u.a. Nordafrika, Italien, Frankreich und Spanien; 1930 Umsiedlung von München nach Neustadt a.d.W.; 1941 Umsiedlung nach Bad Dürkheim; 1943 wird bei einem Bombenangriff ein großer Teil seines Schaffens vernichtet; 1949 Ernennung zum Ehrenbürger von Bad Dürkheim; 1949 Ehrenmitglied der Kunstakademie München