O T T O   D I L L

 

Weitere Werke von Otto Dill

 

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Dorfweg mit Windmühle im Hintergrund

Bleistift auf Japanpapier; verso an den Rändern durch Klebestreifen unter Passepartout gesetzt; gerahmt; unter Glas
verso auf Rahmenrückwand o.r. von fremder Hand in Blei bez. „gemalt Frühjahr 1927“

Rahmengrösse: 37,8×28,8cm
Blattgrösse: 29,4×20,3cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 27,9×18,9cm

€ 450,-

     

 

u.r. in Blei signiert „Otto Dill“
nicht betitelt

Zustand
Blatt verso an den Rändern durch Klebestreifen unter Passepartout gesetzt; partiell leichte Druckstellen; oberer Blattrand mit Abrissspuren; Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren

 

 

Der Betrachter der vorliegenden Zeichnung Otto Dills befindet sich auf einem nicht näher benannten Dorf-, bzw. Landweg. Zur Linken sieht man die Rückseite eines Gebäudes, was sich vielleicht als Scheune denken lässt. Der Weg nimmt den unmittelbaren Vordergrund ein, zieht sich im mittleren Bildbereich über die rechte Hälfte und verschwindet dann auf der leichten Anhöhe. Als Betrachter folgt der Blick diesem Weg und wird so unweigerlich zum ‚heimlichen Zentrum‘ der Komposition – der Windmühle – gelenkt. Obgleich von dieser Mühle nur der obere Bereich zu sehen ist, sticht sie doch durch ihre satte, dunklere Ausführung heraus und erscheint somit als geschickt angeordnete, quasi bildnotwendige Struktur innerhalb der idyllischen Gesamtkomposition.

 

 

Zu Otto Dill (04.06.1884 Neustadt a.d.W. – 06.07.1957 Bad Dürkheim):
Lehre als Verlagskaufmann; 1908-14 Studium an der Kunstakademie München; Meisterschüler Heinrich von Zügels; 1914 freiwillige Meldung zum Kriegsdienst; 1916 gesundheitsbedingte Versetzung ins bayerische Kriegsministerium; 1916 Heirat mit Emmy Dorothea; 1917 beteiligt an einr Ausstellung im Münchener Glaspalast; 1924 Verleihung des Professorentitels; zahlreiche Reisen nach u.a. Nordafrika, Italien, Frankreich und Spanien; 1930 Umsiedlung von München nach Neustadt a.d.W.; 1941 Umsiedlung nach Bad Dürkheim; 1943 wird bei einem Bombenangriff ein großer Teil seines Schaffens vernichtet; 1949 Ernennung zum Ehrenbürger von Bad Dürkheim; 1949 Ehrenmitglied der Kunstakademie München