M A X   N E H R L I N G

 

 

Max Nehrling

 

Blick in eine leicht hügelige Landschaft (wohl bei Föhlritz in der Rhön)

Öl auf Leinwand, Keilrahmen, gerahmt
nicht datiert

Rahmengrösse: 61,2x56cm
Leinwandgrösse: 50,5×45,2cm

u.r. in Dunkelbraun signiert „Max Nehrling“
nicht betitelt

€ 580,-

 

 

                    

 

Zustand
leicht beschmutzt; in den Randbereichen leichte Druckstellen durch hinterliegenden Keilrahmen; Rahmen mit Gebrauchsspuren (etwas berieben, leichte Abplatzer, partiell Ausbesserungen)

 

 

Föhlritz ist ein kleiner Ort des Wartburgkreises, gelegen in der idyllischen thüringischen Rhön. Um 1913-14 gründete Max Nehrling dort zusammen mit Gottlieb Krippendorf und Rudolf Riege die „Künstlerkolonie Föhlritz“. Unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg wurde diese Künstlerkolonie unter Mitwirkung Nehrlings 1920 neubelebt und bis zu seinem Tode 1957 blieb Nehrling dieser Gemeinschaft verbunden.
Das vorliegende Gemälde dürfte eine Landschaft aus eben dieser Gegend um Föhlritz zeigen. Das Auge des Betrachters wird dabei von einem hellen Feldweg geleitet, der im Vordergrund noch durch überhängendes Grün verdeckt wird. Sodann schlängelt er sich in leichten Bahnen vorbei an Feldern, Wiesen und Baumgruppen, senkt sich sanft zu einem kleinen Dorf hinab und erscheint weit im Hintergrund wieder beim Aufstieg zu einem dortigen Hügel. Über dieser so facettenreichen wie gleichsam auch idyllischen Landschaft liegt ein wolkig bewegter Himmel. Nur in wenigen Bereichen scheint das Blau hindurch, welches ansonsten durch verschiedenste Grauabstufungen verdeckt wird.
Wunderschön gestaltete Landschaftskomposition!

 

 

Zu Max Nehrling (11.05.1887 Posen – 18.09.1957 Weimar):
Maler, Zeichner; ab 1899 Besuch der Großherzoglichen Freien Zeichenschule in Weimar; 1902-06 Lithografen-Lehre bei der Firma Reineck & Klein in Weimar; 1908-09 Tätigkeit als Lithograf bei Carl Rembold in Heilbronn; 1910 Tätigkeit als Zeichner bei der Firma O. de Rycker & Mendel in Forest-lez-Bruxelles (Brüssel); 1911-14 Studium an der Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule in Weimar (bei Dorothea Seeligmüller, Henry van de Velde, Dora Wibiral, Fritz Mackensen, Walter Klemm und Otto Rasch); 1913-14 gründete er mit Gottlieb Krippendorf und Rudolf Riege die „Künstlerkolonie Föhlritz“ bei Dermbach in der Rhön; 1914-18 Kriegsdienst in Frankreich; 1919-21 Studium am Bauhaus in Weimar (bei Johannes Itten und Walter Klemm); 1920 wurde die „Künstlerkolonie Föhlritz“ neu belebt und bestand unter Nehrlings Mitwirkung bis 1957; 1921-26 Studium an der neu gegründeten Staatlichen Hochschule für bildende Kunst Weimar (bei Walter Klemm); ab 1926 als freischaffender Künstler in Weimar tätig; Ende der 1930er Jahre zog sich Nehrling aus dem offiziellen Kunstgeschehen zurück; nach dem Zweiten Weltkrieg nahm er seine künstlerische Laufbahn wieder auf; 1953 wurde er vom Rat des Bezirkes Erfurt für Studieneinsätze und Werkverträge engagiert; 1956 Studienreise in die Niederlande; 1956 erhielt er auf Initiative der Zentralleitung des Verbandes Bildender Künstler der DDR die Ehrenrente der DDR für sein künstlerisches Lebenswerk

Literatur / Quelle
Internetseite des Bauhaus Archiv e.V. [bauhaus-online.de]