M A R I A N N E   M A N G O L D – N I E N H A U S

 

 

marianne-mangold-nienhaus
Männerportrait

schwarze Kreide auf sandfarbenem Malkarton
unterhalb der Darstellung datiert „[19]30“

Blattgrösse: 38,2×53,9cm

u.l. signiert „M. Nienhaus“
nicht betitelt

€ 430,-

 

 

 

 

   

 

Zustand
durchgehend leichte Druckstellen; unterer Rand leicht unsauber beschnitten; im Bereich u.r. etwas stärkere Quetschung im Blatt; verso partiell etwas fleckig

 

 

1930 studierte Marianne Mangold-Nienhaus (damals noch nicht verheiratet) an der Werkschule Köln bei Thorn-Prikker und Seewald. Die Künstlerin und ihr Ehemann übersiedelten 1935 nach Ostpreußen. Nach einer ersten Flucht Anfang 1945 in den Kreis Salzgitter, kam Mangold-Nienhaus nach einem Aufenthalt bei Verwandten in Ulm (Donau) Ende desselben Jahres nach Düsseldorf. Das frühere Schaffen ist größtenteils kriegsbedingt verloren gegangen. Die vorliegende Zeichnung aus der frühen Studienzeit stellt in diesem Bezug eine große Ausnahme dar. In flotten Strichen entwirft Mangolf-Nienhaus das expressiv-realistische Portrait eines Mannes mittleren Alters. Herausragende Portraitkomposition mit besonderer kunsthistorischer, biographischer Bedeutung!

 

 

Zu Marianne Mangold-Nienhaus (21.10.1909 Duisburg – 2007 ?):
bis 1926 Besuch des Gymnasiums; 1926-28 Studium an der Folkwang-Schule (bei Josef Urbach und Karl Rössing); 1928-31 Studium an der Werkschule Köln (bei Jan Thorn-Prikker und Richard Seewald); 1931-32 es entstehen Holzschnitte zu R.M. Rilkes „Aufzeichnungen des Malte Laurens Brigge“ und zu Maxim Gorkys „Die Mutter“; 1932-35 fünf Semester an der Kunstakademie Düsseldorf; Probesemester bei Werner Heuser, später bei Heinrich Nauen; 1935 Heirat mit Friedrich Mangold; Übersiedlung nach Ostpreußen; Januar 1945 Flucht mit dem dreijährigen Sohn nach Thüringen; fast das gesamte frühe Werk geht verloren; Mai 1945 Sicherstellung von ausgelagerten Aquarellen im Kreis Saltgitter, die dort für eine Ausstelung bestimmt waren; Freundschaft mit der Pianistin Nina Iwascheff-Blochina; Juni 1945 Flucht nach Ulm (Donau); November 1945 Übersiedlung nach Düsseldorf; anfänglich in Düsseldorf vornehmlich Portraitarbeiten zur Sicherung des Lebensunterhalts; 1950 Einzug ins eigene Atelierhaus; ab 1970 Zweitwohnung auf Formentera – Balearen; Mai 1989 Einzelausstellung Stadtmuseum Düsseldorf zum 90. Geburtstag; seit 1997 Ehrenmitglied Verein Düsseldorfer Künstlerinnen; seit 1998 Ehrenmitglied Bundesverband Bildender Künstler Berlin

Literatur
„Die Malerin Marianne Mangold-Nienhaus. 1926-1986 60 Jahre bildnerisches Schaffen“; Wust; Düsseldorf