L I S   B E R T R A M – E H M S E N

 

Weitere Werke von Lis Bertram-Ehmsen

 

lis-bertram-ehmsen-tiblissi

 

Wohl Studie zu dem Gemälde „Totes Kind in Tiblissi [i.e. Tiflis]“

schwarze Tusche (partiell gewischt) auf sandfarbenem Papier
nicht datiert, wohl 1932

Blattgrösse: 17×26,1cm

nicht signiert; verso Nachlassstempel „Lis Bertram-Ehmsen 1897-1986“
nicht betitelt, es dürfte sich um eine Vorarbeit/Studie zu dem Gemälde „Totes Kind in Tiblissi [i.e. Tiflis]“ handeln (vgl. „Lis Bertram-Ehmsen“, Galerie im Alten Museum, Berlin, [um 1987], S.33; gegenwärtig im Kunsthandel Widder/Wien); im oberen Blattbereich Figuren-, Gesichtsstudien]

€ 200,-

 

 

  

 

Zustand
durchgängig Druckstellen im Papier; verso Lagerspuren

 

 

Die vorliegende Zeichnung entstand zweifelsohne bei einer der zahlreichen Reisen, die Lis Bertram-Ehmsen mit ihrem Mann Heinrich Ehmsen unternahm. Im Jahr 1932 waren beide u.a. in Georgien – Heinrich Ehmsen schuf hier mehrere Werke (u.a. „Georgier (Tiflis)“ (Öl/Pappe, Staatliches Museum Schwerin)) -, so dass es als wahrscheinlich anzunehmen ist, dass diese Zeichnung während des Aufenthalts in Tiflis entstand. Im Gegensatz zu dem späteren Gemälde „Totes Kind in Tiblissi“ zeigt die Zeichnung noch gewisse Unterschiede auf: der Sarg auf dem Tisch hat in Relation zu den dahinter stehenden Personen noch eine größere Bedeutung, was im Gemälde sich umkehrt. Hier wird das tote Kind von weniger Personen betrauert, die aber zugleich mehr Fläche einnehmen.

 

 

Zu Lis Bertram-Ehmsen (05.09.1897 Barmen – 13.03.1986 Berlin):
1915-19 Studium an der Kunstgewerbeschule in Wuppertal; 1922-26 Studium an der Malschule bei Hans Hofmann in München-Schwabing; in München Bekanntschaft mit Heinrich Ehmsen, dessen Frau sie später wird; ab 1927 zahlreiche Reisen mit ihrem Mann; ab 1928 in Berlin ansässig

Literatur
u.a. GRUBER, Gerd et al. (Hrsg.) (2008): Aufbruch in die Moderne: Graphik des frühen 20. Jahrhunderts aus der Sammlung Gerd Gruber; Cranach-Stiftung; S.256