L E O   R E I S

 

Weitere Werke von Leo Reis

 

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„Häst med kärra, Paris“ (‚Pferd mit Karren, Paris‘)

Öl auf Leinwand; auf Platte aufgezogen; gerahmt [(wohl) Originalrahmen];
u.r. in Rot lokalisiert & datiert „Paris [19]48“

Rahmengrösse: 93,5×60,2cm
Bildgrösse: 81×47,9cm

€ 900,-

 

       

 

u.r. in Rot signiert „Leo Reis“, sowie verso mittig auf Etikett in dunkler Tinte nochmals sign.
verso mittig auf Etikett in dunkler Tinte bezeichnet: „Häst med kärra, Paris“

Zustand
Leinwand auf Platte aufgezogen; Leinwandränder etwas bestoßen; Leinwand im Bereich o.r. etwas beschädigt, leicht knittrig; partiell leicht beschmutzt; Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren (Leichte Farbverluste, etwas berieben)

 

 

Nach Studien in Malmö und Göteborg beendete Leo Reis 1944 seine akademische Ausbildung. Es schlossen sich Studienreisen nach Frankreich, Italien und Spanien an.
Das vorliegende großformatige Gemälde entstand während einer solchen Reise im Jahr 1948 in Paris. Die gesamte Komposition durchwebt die Farbgewalt des Himmels und der Erde, die sich mitunter in dicken, satten Pinselstrichen zeigt. Gerade beim Himmel lassen sich Ansätze einer Auflösung der Form erahnen – gleichsam aufgegliedert in verschiedenste Farbflächen, die eher emotionale Eindrücke als reale Erlebnisse wieder zu geben scheinen.
In diese ‚farbliche Unruhe‘ platziert der damals 22jährige Künstler ein Pferd, das an einen Karren gebunden ist. Wenn das Tier nicht gerade eine Pause macht, so dürfte es allerhöchstens langsam, mit müde herabhängendem Kopf, vorwärts gehen. Wie aus der Zeit gehoben erscheint diese Darstellung und wirkt zugleich in ihrer inneren Ruhe wie ein Gegenpol zur Unruhe und Dynamik der Umgebung.
Herausragende und besonders farblich beeindruckende Komposition aus dem frühen Schaffen Leo Reis‘!

 

 

Zu Leo Reis (15.04.1926 Malmö – 21.08.2001 Vellinge):
Schwedischer Maler und Filmregisseur; 1940-42 Besuch der Skånska Malschule (Malmö); 1943-44 Besuch der Kunsthochschule Valand (Göteborg); Studienreisen nach Frankreich, Italien und Spanien; 1947 erhielt er das Skånes-Stipendium; ab den 1950er Jahren Einflüsse von konkreten Darstellungsweisen; in den 1960er Jahren auch im Bereich bei Experimentalfilmen tätig (Reis führte Regie bei „Räta vinklars puls“ (1965) und „Metamorfoser“ (1961)); 1975 erhielt er das Kulturstipendium der Stadt Malmö; Mitglied der Lukasgillet und der Konstföreningen Aura (Lund); Werke von Leo Reis finden sich im Kunstmuseum Ystad und im Malmö-Museum; zahlreiche Ausstellungen in Schweden und weiteren europäischen Ländern