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Weitere Künstler des Expressiven Realismus

 

Johann Baptist Hermann Hundt: Stillleben mit Blumenstrauß in Vase (Galerie)

 

Johann Baptist Hermann Hundt: Stillleben mit Blumenstrauß in Vase

Johann Baptist Hermann Hundt: Blick in eine Dorfstraße (Galerie)

 

Johann Baptist Hermann Hundt: Blick in eine Dorfstraße mit Frau/Bäuerin

 

Johann Baptist Hermann Hundt: Johanna Ey („Mutter Ey“) als katzenartiges Fabelwesen

 

Zu Johann Baptist Hermann Hundt (18.03.1894 Mülheim a.d.R. – 31.01.1974 Plettenberg):
Maler, Zeichner, Grafiker; Schulfreund von Otto Pankok; 1909 Reise in die Niederlande zusammen mit Otto Pankok; 1910 Besuch der Kunstakademie Düsseldorf (bei Willy Spatz, Adolf Maennchen, August Deusser); Paris-Reise unter deren Einfluss er sich an Cézanne, Van Gogh und Munch orientiert; 1913-14 war er zusammen mit u.a. Werner Gilles, Richard Gessner, Otto Pankok in der Künstlerkolonie Dötlingen; 1914-18 Kriegsdienst; 1919 zusammen mit Otto Pankok, Gert Heinrich Wollheim und Ulfert Lüken Aufenthalt in Remels (Ostfriesland); 1919-24 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (zuletzt Meisterschüler bei Heinrich Nauen); Hundt war im Kreis um Johanna Ey und Mitglied im „Jungen Rheinland“; 1922 erste Beteiligung an einer Ausstellung des „Jungen Rheinlands“; 1925 Heirat; 1925-26 Italien-Aufenthalt (Capri); es folgten Reisen in die Niederlande, nach Frankreich, Österreich; 1928 Großer Preis der Stadt Düsseldorf für sein Gemälde „Blinde Musikanten“; 1929 erste Beteiligung an einer Ausstellung der „Rheinischen Sezession“; 1930 Berufung an die Staatliche Kunstakademie Weimar (Bauhaus), die jedoch von Innenminister Wilhelm Frick rückgängig gemacht wird; 1934 Beteiligung an der „Gemeinschaftsausstellung deutscher Künstler“ (Kunstpalast am Rhein, Düsseldorf); 1935 Beteiligung an der „Weihnachts-Verkaufsausstellung Düsseldorfer Künstler“ (Städtische Kunsthalle, Düsseldorf); 1936 Beteiligung an der Ausstellung „Westfront 1936. Freie Kunst im neuen Staat“ (Essen); 1936 Beteiligung an der Ausstellung „Deutsche Wandmalerei der Gegenwart“ (Städtische Ausstellungshalle Karlsruhe); 1937 werden bei der Aktion „Entartete Kunst“ fünf Werke Hundts beschlagnahmt; 1937 Beteiligung an der „Großen Kunstausstellung Düsseldorf“ (Kunsthalle Düsseldorf); 1939 Beteiligung an der Ausstellung „Der Niederrhein im Bilde zeitgenössischer Maler und Zeichner“ (Städtische Kunstammlung, Duisburg); 1939-40, 1942 Beteiligungen an der Ausstellung „Der deutsche Westen. Malerei und Plastik aus der Gegenwart“ (Kölnischer Kunstverein, Westfälischer Kunstverein Münster); 1940 Beteiligung an der „Rheinischen Kunstausstellung Berlin“ (Schloß Schönhausen, Berlin); 1939-41 Beteiligungen an der „Herbstausstellung Düsseldorfer Künstler“ (Kunsthalle Düsseldorf); 1940 Beteiligung an der „Frühjahrsausstellung Düsseldorfer Künstler“ (Kunsthalle Düsseldorf); 1942 Beteiligung an der „Winterausstellung Düsseldorfer Künstler“ (Kunsthalle Düsseldorf); 1942 Beteiligung an der Ausstellung „Der Rhein und das Reich. Düsseldorfer Kunstausstellung“ (Herzog-Anton-Ulrich-Museum, Braunschweig); 1943 Übersiedlung nach Herscheid; durch Bombenangriff werden die Werke zerstört, die Hundt bei Johanna Ey gelagert hatte; 1945 Neugründung der „Rheinischen Sezession“; 1949 Beteiligung an der „2. Deutschen Kunstausstellung“ (Stadthalle Nordplatz, Dresden); zahlreiche weitere Ausstellungsbeteiligungen; in den 1950er Jahren entstehen Monumentalarbeiten, Glasfenster und Wandbilder

Literatur
GRIEBIETZSCH, Herbert (1946): Jean Baptist Hermann Hundt; Merkur-Verlag; Düsseldorf
ZIMMERMANN; Rainer (1980): Die Kunst der verschollenen Generation; Econ-Verlag; Düsseldorf – Wien; S. 392