I D A   B A U M A N N

 

Weitere Schweizer Künstler

 

ida-baumann-1

 

recto: Landschaft mit Fluss und im Hintergrund gelegendes Dorf
verso: Herbstwald

Öl auf Leinwand; gerahmt
unten rechts [teilw. vom Rahmen verdeckt] (wohl) lokalisiert & datiert „M[19]08“ [Lokalisierung u.U. München?]

Leinwandgrösse: 61x50cm
Rahmengrösse: 72x61cm

unten rechts [teilw. vom Rahmen verdeckt] signiert „I. Baumann“
nicht betitelt

€ 1.600,-

 

 

Zustand
recto an Rändern teilweise Abreibungen (mitunter kleine Farbverluste) durch Rahmen [nicht sichtbar aufgrund des Rahmens]; rechte Seite der Leinwand wurde teilweise so auf Rahmen gespannt, dass Bildteil hierzu verwendet wurde [aufgrund dessen auch Sign.&Dat. teilw. durch Rahmen verdeckt]; recto wenig beschmutzt; im linken oberen Bildbereich etwas mehr beschmutzt; im linken Randbereich mittig kleiner Farbriss [beginnt unter Rahmen; teilweise auch im Bildbereich sichtbar]; verso im unteren Bereich mittig kleine Abreibung der Farbe; verso auf rechter Keilrahmenseite Stempel von „Gebrüder Krebs Wernigerode/Harz“ [i.e. Möbeltischlerei, die 1870 gegründet wurde und bis 1972 als Familienbetrieb bestand]; unter diesem Stempel in Bleistift Nummerierung „1475“; Rahmen ist recto im oberen Bereich beschädigt (durchgehender horizontaler Riss); Rahmen hat vereinzelt kleinere Gebrauchsspuren

 

 

Beachtliches Spätwerk der schweizer Künstlerin. Bereits 1894 wurde bei ihr Gelenkrheumatismus festgestellt, wodurch ihre künstlerische Arbeit mehr und mehr eingeschränkt wurde. Das vorliegende Gemälde ist sicherlich eine der wenigen größeren Arbeiten aus dieser Spätphase ihres Schaffens.

 

 

Zu Ida Baumann (12.3.1864 Herisau (CH) – 24.8.1932 Riehen (CH)):
Schweizer Malerin; vornehmlich Porträts und Genrebilder; Beginn der künstlerischen Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in St. Gallen; 1884-86 studierte sie in Darmstadt (Schülerin des Hofmalers Heinrich Reinhard Kröh); später in Paris an der Académie Colarossi (Schülerin bei Raphael Collin, Gustave Courtois); u.a. 1892 stellte sie in der -Académie royale- (Paris); vom -Salon de Paris- wurde sie zur Associée ernannt und ihre Bilder bekamen eine bevorzugten Hängeplatz (placés sur la cimaise); in den Sommermonaten war sie stets in der Schweiz (v.a. Appenzell); bereits zu diesen Zeiten zahlreiche Auftragsarbeiten (v.a. Portraits); durch Empfehlungen aus Paris kam Ida Baumann an die Royal Academy (London); in London Atelier bei Lord Manxwell; 1894 wurde Gelenkrheumatismus diagnostiziert, was sie im Späteren stark beeinträchtigte; Mitglied des Basler Kunstvereins; am Bekanntesten sind Baumanns Portraitarbeiten (hierbei v.a. Portraits der drei Landmänner Johann Jakob Sonderegger (1838-1892), Arthur Eugster (1863-1901), Johannes Baumann (1874-1910); Werke befinden sich v.a. in Privatbesitz, sowie im Kunstmuseum St. Gallen

Literatur
NISPLE, Agathe (1999): Die Malerin Ida Baumann, in: BRÄUNIGER, Renate (Hrsg.): FrauenLeben Appenzell, Beiträge zur Geschichte der Frauen im Appenzellerland; Appenzeller Verlag; Herisau; S. 494-498