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Weitere Werke von Hella Jacobs

 

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„Hohwacht / Gewitterstimmung“

Aquarell ohne Bleistiftvorzeichnungen, auf Aquarellbütten; verso durch Klebestreifen von der Künstlerin unter Passepartout gesetzt [PP u.l. mit Blindstempel „Durex“] u.r. auf dem Blatt in Blei datiert „1954“

Passepartoutgrösse: 43,9×32,1cm
Blattgrösse: 32×23,9cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 26,3×16,8cm

€ 350,-

 

 

u.r. auf dem Blatt in Blei signiert „Jacobs“
u.l. auf dem Passepartout in Blei betitelt: „Hohwacht / Gewitterstimmung“

Zustand
Blatt verso durch Klebestreifen von der Künstlerin unter Passepartout gesetzt; PP an den Rändern leicht nachgedunkelt; Ecken des PPs minimal bestoßen; Ecke des PPs r.u. mit leichter diagonaler Stauchung; PP im unteren Bereich mit leichten Druckstellen; verso auf PP u.l. in Blei bez. „10,-„, sowie u.r. mit blauem Kugelschreiber nummer. „2“; verso auf Blatt u.l. unleserlich in Blei bez., sowie u.r. (auf dem Klebeband) in Blei nummer. „20“

 

 

 

1954 war Hella Jacobs abermals physisch und psychisch angeschlagen. Wie schon Ende der 20er/Anfang der 30er Jahre arbeitete sie weider für das Architekturbüro Ostermeyer. Das vorliegende Aquarell stellt eine Landschaftskomposition aus dieser Zeit dar. Mit wenigen Pinselstrichen und geringen Farbnuancen schafft Jacobs einen stimmungsreichen und zugleich minimalistischen Momenteinfang einer Gewitterstimmung bei Hohwacht an der Ostsee.

 

 

Zu Hella Jacobs (14.02.1905 Hamburg-17.08.1974 ebd.):
Malerin, Graphikerin, technische Zeichnerin, Illustratorin, Tischlerin; 1924-26 künstlerische Ausbildung an den Kunstgewerbeschulen Hamburg und Altona (Gebrauchsgraphik bei Prof. Clauss); 1926-31 tätig als technische Zeichnerin beim Architekturbüro Friedrich Ostermeyer (Hamburg); parallel dazu Ausbildung zur Tischlerin mit Gesellenprüfung; 1931 Entlassung aufgrund Auftragsmangel; ab 1930 tätig als freie Mitarbeiter für verschiedene Verlage; zwei Suizidversuche 1930; ab 1931 freie Künstlerin (u.a. gefördert durch den Verleger Dr. Kurt Enochm der ihr Aufträge verschaffte); 1931/32 erhielt sie ein Atelier im Ohlendorffhaus wodurch eine freundschaftliche Beziehung zu Karl Kluth entstand; 1932 Volontärin bei der Keramikfabrik Sailer; 1932-34 Reise in die Schweiz um ihre lungenkranke Freundin Marga Enoch zu besuchen; Jacobs‘ Schaffen galt im Dritten Reich als -entartet-; 1935 elfmonatiger Studienaufenthalt in Positano (Italien); 1936/37 Studienaufenthalt in Paris; künstlerisch zog sie sich in die innere Emigration zurück und stellte nach 1937 nicht mehr aus; 1938-41 Ehe mit Alfred Lübkert; 1940-43 technische Zeichnerin beim Architekturbüro Bomhoff und Schöne (Hamburg); 1943 verbrannte durch die Bombardierung Hamburgs ein Großteil ihres Schaffens, das sie, aus Angst vor möglichen Verfolgungen, bei ihrer Schwester Pauline Steinbrinker unterbrachte; 1945-60 physisch und psychisch stark angeschlagen; 1945-63 erneut tätig für Friedrich Ostermeyer

LITERATUR: BRUHNS, Maike (2001): Kunst in der Krise (Band 2); Dölling und Galitz; Hamburg; S.217-219