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Weitere Werke von Hella Jacobs

 

 

„Dünenheide am Watt“

Aquarell auf Malkarton; direkt von Künstlerin unter Passepartout montiert
unten rechts auf dem Blatt mit Bleistift datiert „1928“

unten rechts auf dem Blatt mit Bleistift signiert „Jacobs“
unten links auf Passepartout mit Bleistift betitelt „Dünenheide am Watt“ und zusätzlich noch nummeriert „19“

€ 800,-

 

 

 

Größe
Grösse mit Passepartout: 40,9x32cm
Blattgrösse: 30,9x24cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 27x21cm

Zustand
Blatt an den vier Ecken auf unterlegten Karton des PPs befestigt/geklebt; Blatt am unteren und rechten Rand mit Maßangaben für das PP in Bleistiften (durch die Künstlerin), diese werden durch das PP verdeckt; Blattränder wenig nachgedunkelt (durch PP verdeckt); Ecken des PPs wenig bestoßen; an Ecke des PPs rechts unten frühere Preisangabe in Blei „70,-„; verso auf PP Rückseite rechts unten nummeriert „3“ mit blauem Kugelschreiber

 

 

 

Herausragendes, äusserst farbintensives Frühwerk der Hamburger Künstlerin! Brillanter Einfang der Atmosphäre!

 

 

Zu Hella Jacobs (14.02.1905 Hamburg-17.08.1974 ebd.):
Malerin, Graphikerin, technische Zeichnerin, Illustratorin, Tischlerin; 1924-26 künstlerische Ausbildung an den Kunstgewerbeschulen Hamburg und Altona (Gebrauchsgraphik bei Prof. Clauss); 1926-31 tätig als technische Zeichnerin beim Architekturbüro Friedrich Ostermeyer (Hamburg); parallel dazu Ausbildung zur Tischlerin mit Gesellenprüfung; 1931 Entlassung aufgrund Auftragsmangel; ab 1930 tätig als freie Mitarbeiter für verschiedene Verlage; zwei Suizidversuche 1930; ab 1931 freie Künstlerin (u.a. gefördert durch den Verleger Dr. Kurt Enochm der ihr Aufträge verschaffte); 1931/32 erhielt sie ein Atelier im Ohlendorffhaus wodurch eine freundschaftliche Beziehung zu Karl Kluth entstand; 1932 Volontärin bei der Keramikfabrik Sailer; 1932-34 Reise in die Schweiz um ihre lungenkranke Freundin Marga Enoch zu besuchen; Jacobs‘ Schaffen galt im Dritten Reich als -entartet-; 1935 elfmonatiger Studienaufenthalt in Positano (Italien); 1936/37 Studienaufenthalt in Paris; künstlerisch zog sie sich in die innere Emigration zurück und stellte nach 1937 nicht mehr aus; 1938-41 Ehe mit Alfred Lübkert; 1940-43 technische Zeichnerin beim Architekturbüro Bomhoff und Schöne (Hamburg); 1943 verbrannte durch die Bombardierung Hamburgs ein Großteil ihres Schaffens, das sie, aus Angst vor möglichen Verfolgungen, bei ihrer Schwester Pauline Steinbrinker unterbrachte; 1945-60 physisch und psychisch stark angeschlagen; 1945-63 erneut tätig für Friedrich Ostermeyer

LITERATUR: BRUHNS, Maike (2001): Kunst in der Krise (Band 2); Dölling und Galitz; Hamburg; S.217-219