H E L A   P E T E R S – E B B E C K E

 

Weitere Werke von Hela Peters-Ebbecke

 

 

„Lutz“

Aquarell und Tuschfeder, auf sandfarbenem Velinpapier, unter Passepartout, gerahmt, unter Glas
nicht datiert, um 1930

u.r. in Blei signiert „Hela Peters-Ebbecke“
u.l. in Blei bez. „Lutz“, i.e. der Sohn Ludwig (geb. am 10. Juli 1925)

€ 290,-

Kaufanfrage

 

 

Grösse
Rahmengrösse: 33,5×37,9cm
Blattgrösse: 24,3×28,1cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 18,2x22cm

Zustand
im unteren Blattbereich durchgehender Riss (dieser wurde säurefrei hinterlegt, ist aber noch deutlich sichtbar); im oberen Bereich (außerhalb des Bildes) minimal fleckig; im Bildbereich o.r. (im rechten Teil des Fensters oben) minimalst fleckig

 

 

Hela Peters-Ebbecke zeigt im vorliegenden Aquarell ihren Sohn Ludwig (‚Lutz‘) im Kleinkindalter. Dieser sitzt gerade auf der Fensterbank und ist gänzlich eingenommen von seinem Spiel mit einer Holzeisenbahn. Am linken und rechten Rand sind die zurückgezogenen Gardinen erkennbar, die der Kompositionen einen bühnenhaften Charakter verleihen. Trotz der deutlichen Beschädigungen in Form des durchgehenden Risses im unteren Bereich ein reizvolles, überaus liebvoll gemaltes Werk.

 

 

Hela Peters-Ebbecke (28.12.1885 Schwedt a.d. Oder – 1973 Bonn):
Malerin, Zeichnerin, Grafikerin; Tochter des Leipziger Reichsgerichtsrats Friedrich Albert Emil Willibald Peters (1847–1926) und dessen Frau Marie, geb. Vogelsang; künstlerische Ausbildung u.a. bei Jean-Paul Laurens an der Académie Julian (Paris); um 1911 in Leipzig ansässig; vor 1916 in Bonn ansässig; 1916 Heirat mit Julius Ulrich Ebbecke (1883-1960), den sie in Leipzig kennenlernte; das Paar hatte vier Kinder (Ursula (*22.11.1917), Gertrud (*16.04.1919), Johanna (*24.03.1922), Ludwig (*10.07.1925)); 1917 Beteiligung an der „Dezember-Ausstellung“ des Kunstvereins Wiesbaden; 1929 Beteiligung an der Münchener Kunstausstellung im Glaspalast (mit dem Gemälde „Meine Kinder“ (Kat.Nr. 1090)); 1936 Beteiligung an der Ausstellung „Bildnisse deutsche Männer“ (Haus der Kunst, Berlin); 1937-38 Beteiligungen an den „Bildnisausstellungen“ (Haus der Kunst, Berlin); 1938, 1941 Beteiligungen an der „Kunstausstellung“ (Haus der Kunst, Berlin); 1938 Beteiligung an der „Kunstausstellung“ Kunsthalle Bremen); 1939 Beteiligung an der „Kunstausstellung“ (Gewerbemuseum Kaiserslautern); 1940, 1942 Beteiligungen an der „Großen Berliner Kunstausstellung“ (Nationalgalerie Berlin); 1941 Beteiligung an der „Gaus-Ausstellung Köln-Aachen“; 1941 Beteiligung an der Ausstellung „Die deutsche Malerin und Bildhauerin“ (Kunsthalle Düsseldorf); 1941 Beteiligung an der Ausstellung „Der deutsche Mensch“ (Berliner Kunsthalle); 30.11.1947 bis 25.1.1948 Beteiligung an der ersten Bonner Nachkriegsausstellung im 4. Obergeschoss des Kaufhofes; 1949 Beteiligung an der „Bonner Sommerausstellung“ (Neue Münsterschule Bonn); Hela Peters-Ebbecke war als Porträtmalerin tätig (bspw. porträtierte sie 1923 den Regisseur Hanns Niedecken-Gebhard (1889-1954), 1924 den Kunsthistoriker Oskar Hagen (1888-1957)); daneben entstanden Illustrationen für (Kinder-)Bücher, sowie zahlreiche Vorlagen für Postkarten; Werke befinden sich u.a. im Besitz des Mittelrhein-Museums Koblenz, das Museum der Bildenden Künste in Leipzig besaß ein frühes Selbstbildnis der Künstlerin (1915), das kriegsbedingt 1943 jedoch verbrannte