H E I N R I C H   B U R K H A R D T

 

Weitere Werke von Heinrich Burkhardt

 

heinrich-burkhardt-zwei-stehende-weibliche-akte

 

Zwei stehende weibliche Akte

rote Kreide auf Papier; vormals (wohl vom Künstler) in der Mitte durchgeschnitten und später wieder verso durch Klebeband zusammengefügt
unterhalb rechts des linken Aktes in roter Kreide datiert „[19]25“, sowie nochmals u.r. in Blei datiert „[19]25“

Blattgrösse: 48,6×64,7cm

unterhalb rechts des linken Aktes in roter Kreide monogrammiert „B“, sowie nochmals u.r. in Blei monogr. „B“
nicht betitelt

verkauft

 

 

 

          

 

Zustand
vormals (wohl vom Künstler) in der Mitte durchgeschnitten und später wieder verso durch Klebeband zusammengefügt; durchgehend Druckstellen; Ecken bestoßen; im linken Blattbereich mittig stärkere diagonale Stauchung; am linken Rand oben Einriss (etwa 1cm); verso Lagerspuren; verso u.l. in Blei Anmerkungen von Vorbesitzer zu Heinrich Burkhardt (Angaben aus Vollmer), sowie Datum (wohl Erwerbsdatum oder Datum der Aufnahme in die Sammlung) und Unterschrift des Vorbesitzers „31.12.[19]97 F.W.Schwidell“

 

Herausragendes, expressiv-realistisches Werk des gerade einmal 21jährigen Heinrich Burkhardt! Derartige frühe Arbeiten, die sogar noch während seiner Dresdner Studienzeit entstanden, sind eine wahre Seltenheit!

 

 

Zu Heinrich Burkhardt (16.11.1904 Altenburg – 03.04.1985 Berlin):
1918-22 Lithographenlehre; Besuch der Zeichenschule des Lindenau-Museums (Altenburg); 1924-31 Studium an der Kunstakademie Dresden (bei Otto Gussmann und Heinrich Friedrich Georg Lührig); während dieser Studienzeit verschiedene Studienreisen nach u.a. München, Wien und Amsterdam; ab 1931 Mitglied der Dresdner Secession; 1937 werden in der Aktion -Entartete Kunst- fünf Arbeiten beschlagnahmt; 1945 Zerstörung eines Großteils des bisherigen Schaffens beim Bombenangriff auf Dresden; ab 1945 als Leiter einer Zeichenschule in Altenburg tätig; 1947 Ernennung zum Professor; ab 1950 Lehrer an der Fachschule für Angewandte Kunst (Berlin-Schönweide); ab 1954 Lehrer an der Hochschule (Berlin-Weißensee); 1961 Lehrauftrag am Institut für Kunsterziehung (Humboldt-Universität Berlin); ab 1968 freischaffender Maler; das künstlerische Werk umfasst Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Lithographien

Literatur
JESSEWITSCH, Rolf / SCHNEIDER, Gerhard (Hrsg.) (2008): Entdeckte Moderne. Werke aus der Sammlung Gerhard Schneider; Kettler; S. 479