H E I N R I C H   B U R K H A R D T

 

Weitere Werke von Heinrich Burkhardt

 

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recto: „Studie zum Gemälde ‚Hesperiden'“
verso: stehender Damenakt

schwarze Kreide auf sandfarbenem, dünnem Karton
nicht datiert, Stil und Motiv verweisen eine Datierung um 1925-30, als Burkhardt noch in Dresden an der Kunstakademie studierte

recto u.l. in Blei vom Künstler betitelt: „Studie zum Gemälde ‚Hesperiden'“
verso stehender Damenakt (wohl auch Vorarbeit für das „Hesperiden“-Gemälde)

Grösse: 32,5x50cm

recto u.l. in Kreide signiert „Burkhardt“

€ 350,-

 

       

 

Zustand
durchgehend etwas wellig; durchgehend Druckstellen im Blatt; in den oberen Ecken technikbedingte Einstichlöcher; Ecken/Ränder etwas bestoßen; am linken Rand unten kleiner Einriss (etwa 0,5cm); u.r. in Blei (wegradiert und nur noch schwach erkennbar) „B 1157“; verso an den Rändern Reste früherer Befestigung (wohl vormals unter Passepartout gesetzt); verso u.l. in Blei Anmerkungen von Vorbesitzer zu Heinrich Burkhardt (Angaben aus Vollmer), sowie Datum (wohl Erwerbsdatum oder Datum der Aufnahme in die Sammlung) und Unterschrift des Vorbesitzers „31.12.[19]97 F.W.Schwidell“

Provenienz
1) Sammlung F. W. Schwidell (Mönchengladbach, Duisburg)
2) Kunst-, und Antiquitätenhandel (Kreis Viersen)

 

 

Sehr lebendig-expressive Aktdarstellungen von Heinrich Burkhardt. Derartige frühe Arbeiten, die sogar noch während seiner Dresdner Studienzeit entstanden, sind eine Seltenheit!

 

 

Zu Heinrich Burkhardt (16.11.1904 Altenburg – 03.04.1985 Berlin):
1918-22 Lithographenlehre; Besuch der Zeichenschule des Lindenau-Museums (Altenburg); 1924-31 Studium an der Kunstakademie Dresden (bei Otto Gussmann und Heinrich Friedrich Georg Lührig); während dieser Studienzeit verschiedene Studienreisen nach u.a. München, Wien und Amsterdam; ab 1931 Mitglied der Dresdner Secession; 1937 werden in der Aktion -Entartete Kunst- fünf Arbeiten beschlagnahmt; 1945 Zerstörung eines Großteils des bisherigen Schaffens beim Bombenangriff auf Dresden; ab 1945 als Leiter einer Zeichenschule in Altenburg tätig; 1947 Ernennung zum Professor; ab 1950 Lehrer an der Fachschule für Angewandte Kunst (Berlin-Schönweide); ab 1954 Lehrer an der Hochschule (Berlin-Weißensee); 1961 Lehrauftrag am Institut für Kunsterziehung (Humboldt-Universität Berlin); ab 1968 freischaffender Maler; das künstlerische Werk umfasst Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Lithographien

Literatur
JESSEWITSCH, Rolf / SCHNEIDER, Gerhard (Hrsg.) (2008): Entdeckte Moderne. Werke aus der Sammlung Gerhard Schneider; Kettler; S. 479