H E I N R I C H   B U R K H A R D T

 

Weitere Werke von Heinrich Burkhardt

 

heinrich-burkhardt-doerfliche-landschaft

 

Dörfliche Landschaft, wohl in der Sächsischen Schweiz

Aquarell auf Büttenpapier (ohne Bleistiftvorzeichnungen); am oberen Rand durch zwei Klebestreifen unter Passepartout; gerahmt; unter Glas
nicht datiert, wohl um 1935-40

Blattgrösse: 25,5×17,4cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 23,8×16,8cm
Rahmengrösse: 32,5×27,6cm

€ 350,-

 

unten rechts in Blei monogrammiert „HB“
nicht betitelt

Zustand
Blatt durchgehend fleckig; Blatt am oberen Rand durch zwei Klebestreifen unter PP montiert; verso am Blatt leichte Lagerspuren; verso auf Blatt rechts unten Sammlungsstempel und Nummerierung in Blei; Rahmen partiell leicht bestoßen

 

 

In dem vorliegenden Aquarell zeigt sich die Könnerschaft Burkhardts, der die Farben brillant setzt, abgrenzt und partiell verwischt. Das Motiv ist vergleichbar mit anderen Arbeiten des Künstlers, hierbei bspw. mit dem Aquarell „Gehöft in Vogelsang bei Wehlen a. d. Elbe“ von 1936 (Schmidt Auktionen (Dresden), 09.09.2006 (9. Auktion), Los 486). Ausgereifte expressiv-realistische Landschaftskomposition in dem ganz eigenen Stil Heinrich Burkhardts!

 

 

Zu Heinrich Burkhardt (16.11.1904 Altenburg – 03.04.1985 Berlin):
1918-22 Lithographenlehre; Besuch der Zeichenschule des Lindenau-Museums (Altenburg); 1924-31 Studium an der Kunstakademie Dresden (bei Otto Gussmann und Heinrich Friedrich Georg Lührig); während dieser Studienzeit verschiedene Studienreisen nach u.a. München, Wien und Amsterdam; ab 1931 Mitglied der Dresdner Secession; 1937 werden in der Aktion -Entartete Kunst- fünf Arbeiten beschlagnahmt; Burkhardt verdient seinen Lebensunterhalt als Buchhändler, künstlerisch arbeitet er in engem Kontakt zu Hans Grundig, Paul Wilhelm, Karl Kröner und Hans-Theo Richter; 1945 Zerstörung eines Großteils des bisherigen Schaffens beim Bombenangriff auf Dresden und Rückkehr nach Altenburg; 1946 Neugründung der Zeichenschule in Altenburg (bis 1950 deren Leiter); 1947 Ernennung zum Professor an der Meisterschule für Graphik Berlin-Friedrichshain; ab 1950 Lehrer an der Fachschule für Angewandte Kunst (Berlin-Schönweide); 1954-68 Professor an der Hochschule für bildende Künste (Berlin) und (ab 1961) dem Institut für Kunsterziehung der Humboldt-Universität Berlin; ab 1968 freischaffender Maler; das künstlerische Werk umfasst Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Lithographien; Werke befinden sich u.a. im Lindenau-Museum (Altenburg), Stadtmuseum Bautzen, Nationalgalerie Berlin, Städtische Kunstsammlungen Chemnitz, Kupferstichkabinett Dresden, Angermuseum (Erfurt), Museum Junge Kunst (Frankfurt / Oder), Moritzburg (Halle/Saale)

Literatur
JESSEWITSCH, Rolf / SCHNEIDER, Gerhard (Hrsg.) (2008): Entdeckte Moderne. Werke aus der Sammlung Gerhard Schneider; Kettler; S. 479
FRANK, Volker: Heinrich Burkhardt, in: „Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 10147236