F R I T Z   S C H M A L F U ß

 

 

 

Fritz Schmalfuß: Winterliche Ansicht auf einen Teil der Stadtmauer in Zerbst

 

Fritz Schmalfuß: Brief mit Aquarell

 

Zu Fritz Schmalfuß (08.03.1915 – 3./5.03.1945 bei Schlönwitz (Pommern)):
Maler, Zeichner, Grafiker; seine Familie wohnte in Rußdorf bei Chemnitz; Mitte der 1930er Jahre Studium an der Kunstakademie Dresden (bei Wilhelm Rudolph und Richard Müller); sein damaliges Atelier hatte er in der Marschallstraße 39 (Dresden); im Wintersemester 1935/36 ist Schmalfuß unter den ersten Studenten, die den Kriterien des Studentenwerks entsprechen und eine Hochschulförderung erhalten; Schmalfuß ist zu dieser Zeit Mitglied des Führungsstabes des NSDStB in Dresden; Ende 1936 wird gegen Schmalfuß mithilfe der „Strafordnung für Studenten an den deutschen Kunsthochschulen“ vorgegangen, da er zusammen mit Günther Hildebrandt, Gerhard Müller und Kurt Ramm eine Beschwerde – die heute nicht mehr überliefert ist – gegen die Führung der NS-Studentenschaft eingab (Hildebrandt galt als Anführer und verlässt am 05.12.1936 die Akademie, für die anderen drei wird die Sache im Januar 1937 beigelegt); während seiner Zeit in Dresden war er liiert mit der schwedischen Bauhauskünstlerin May Hemberg (1906 Stockholm – 1992 Malmö); im Frühjahr 1944 erhielt er seinen Einberufungsbefehl; am 3./5. März 1945 fiel Schmalfuß bei Schlönwitz (Pommern, Polnisch: Słonowice); 2004/05 wurde die Leiche von Fritz Schmalfuß gefunden

Literatur
FRÖMEL, Susanne (2005): Endlich Gewissheit, in: GEO-Epoche; Nr. 17; Neckarsulm; S. 166-169
THIELE, Gertrud (1990): Die Akademie unter der Herrschaft des deutschen Faschismus [1933-1945], in: Hochschule für Bildende Künste Dresden (Hrsg.): Dresden. Von der Königlichen Kunstakademie zur Hochschule für Bildende Künste; Dresden: VEB; S. 307-390 [hier: 336, 352, 353, 355, 356, 390] „Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, Onlineversion, Künstler-ID: 40020573