F R I T Z   K R O N E N B E R G

 

Weitere Werke von Fritz Kronenberg

 

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„Landschaft auf Baltrum“

Lithographie auf Ingrespapier
unten rechts in Blei datiert „[19]36“

Blattgrösse: 75,3×56,4cm
Auflage: o.A. [erschienen bei der Griffelkunst-Vereinigung; verso unten mittig in Blei diesbzgl. bez. „Griffel 1936“]

unten rechts in Blei signiert „F. Kronenberg“; verso unten rechts von fremder Hand in Blei mit Künstlerdaten bez.
verso u.l. in Blei (wohl) von fremder Hand betitelt „Landschaft auf Baltrum“

€ 380,-

 

 

Zustand
Blatt mit Druckstellen; Ecken/Kanten teilweise etwas bestoßen; an Ecke links unten etwas stärker bestoßen; im linken Blattbereich vertikale Stauchung; links oben diagonale Stauchung; am Blattrand oben mittig kleiner Einriss (Länge etwa 0,3cm); oben rechts leicht fleckig; verso links oben Nummerierung in Blei; verso u.l. Sammlungsstempel und Nummerierung in Blei; verso am unteren Rand in Blei mit Blattmaßen, Künstlerdaten bez.

 

 

 

1936 begann Fritz Kronenberg für die Griffelkunst-Vereinigung Lithographien zu erstellen (vgl. Rolf Italiaander (Hrsg.) (1960): Fritz Kronenberg; Hamburg; S.19f.). Die vorliegende, großformatige Arbeit kann als eine der ersten Erzeugniss dieser Zusammenarbeit (wenn nicht gar die das erste Erzeugnis hiervon) angesehen werden. Nur mit wenigen Details und groben, geschwungenen Linien schafft es Kronenberg ein beeindruckes Bild zu erzeugen. Äußerst seltenes Frühwerk!

Zu Fritz Kronenberg (13.12.1901 Köln – 04.04.1960 Hamburg):
Besuch der Holz-Bildhauerklasse (Köln); 1920-23 gemeinsam mit Karl Kluth Zeichenstudium an der Akademie in Karlsruhe; 1923 Reisen nach u.a. USA, Spanien, Nordafrika; 1924 Reise nach Norwegen; 1925 Übersiedlung nach Paris, dort Atelier in der rue Royer Collard; Bekanntschaft mit Georges Braqu, Hellmuth Kolle, Wilhelm Uhde; 1925-1927 Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule Köln; ab 1927 freischaffend in Hamburg; Heirat und weitere Studienreisen; 1927 Beteiligung der Ausstellung der Hamburgischen Sezession; 1931 Beitritt zur Hamburgischen Künstlerschaft; ab 1931 verschiedene öffentliche Aufträge in Hamburg; 1932 Beitritt zur Hamburgischen Sezession; ab 1933 Rückzug; 1935 malte er mit Maetzel und Ruwoldt auf Hiddensee; 1937 wurden zehn Arbeiten bei der Aktion -Entartete Kunst- beschlagnahmt; 1938 Reise durch den brasilianischen Urwald; 1940 zweite Heirat; Einsatz als Dolmetscher in einem französischen Gefangenenlager; 1943 Wohnung und Atelier fielen Bombenangriff zum Opfer; bis 1949 außerhalb von Hamburg sesshaft; 1949 Rückkehr nach Hamburg; in den 1950ern weitere Studienreisen; 1958 Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg

Literatur
BRUHNS, Maike (2001): Kunst in der Krise (Band 2); Dölling und Galitz; Hamburg; S.249-252