F R I T Z   C O B E T

 

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Gelbe Hyazinthe in einem schlichten Topf

Farbkreiden auf leichtem sandfarbenem Karton; am oberen Rand durch Klebestreifen unter Passepartout; Passepartout durch Klebeband unter Glas; gerahmt
nicht datiert

Rahmengrösse: 41,2×52,3cm
Blattgrösse: 32,5x41cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 24×34,3cm

u.r. signiert „Cobet“
nicht betitelt

€ 425,-

 

 

Zustand
Blatt am oberen Rand durch Klebestreifen unter Passepartout; Blatt in den Randbereichen mit Stockflecken (vom Passepartout verdeckt); in den unteren beiden Ecken kleine Einstichlöcher; verso stockfleckig; verso an den Rändern umlaufend braunes Klebeband; verso am oberen Rand in Blei beschrieben „Dieses Bild war mit DM 12,40 ausgerechnet“ [wohl Angabe von Rahmenhersteller]

 

 

 

 

 

Zu Fritz Cobet (27.10.1885 Lippstadt – 08.02.1963 Bremen):
Fritz Cobet entstammt einer französischen Hugenottenfamilie; bereits in frühen Jahren offenbarte sich sein künstlerisches Talent; Cobets Eltern besaßen einen Wein- und Spirituosengroßhandel, gegen dessen Übernahme sich jedoch Cobet entschied, um sich voll der Kunst widmen zu können; Studien an der Kunstakademie in Kassel (bei Carl Holzapfel und Hermann Knackfuß) und der Hochschule für bildende Künste in München; danach selbstständig in der Künstlerkolonie Dachau tätig; um 1910 kam Cobet das erste Mal nach Fischerhude und begeisterte sich für die norddeutsche Landschaft; 1918 Gründungsmitglied des -Bremer Künstlerbundes-; 1926 Umzug nach Bremen und Ateliereröffnung im -Spitzen Kiel-; rauschende Künstlerfeste in de 20igern/30igern werden von ihm und seinen Kollegen vom Bremer Künstlerbund in den Centralhallen organisiert; von Bremen aus war Fritz Cobet häufig Gast in Dötlingen; dort wohnte er im Hause der Malerkollegin Marie Stumpe (1877-1946); durch die gute Eisenbahnverbindung von Bremen nach Dötlingen, hielt sich Cobet regelmäßig in Dötlingen auf, um seinen künstlerischen Arbeiten nachzugehen; nach 1933 Cobet lehnte mehrfach Angebote der Nationalsozialisten ab, nach denen er einen Professur hätte übernehmen sollen; im Zweiten Weltkrieg zur Wehrmacht eingezogen; 1944 zerstörte ein Brand einen Großteil seiner Werke; 1945-55 Vorsitzender der Bremer Künstler (danach Ehrenvorsitzender)

Quelle
Internetseite der Künstlerkolonie Dötlingen (kuenstlerkolonie-doetlingen.de)

ASCHENBECK, Nils (2005): Künstlerkolonie Dötlingen; Aschenbeck & Holstein; Delmenhorst; S. 26