F R I E D R I C H   W I L H E L M   D I T T M A R

 

Weitere Werke von Friedrich Wilhelm Dittmar

 

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„Mooslehen – Ober-Schönau“

recto: Aquarell über leichten Bleistiftvorzeichnungen
verso: Blei; auf festerem Skizzenpapier

u.r. in Blei datiert „14/6 1924“, sowie nochmals verso u.r. in Blei ebenso datiert

Blattgrösse: 34,7×25,3cm

€ 280,-

 

 

             

 

u.r. in Blei signiert „F.Dittmar“
u.r. in Blei bez.; verso leicht differierende Skizze des Motivs: „Mooslehen – Ober-Schönau“

Zustand
in den vier Ecken kleine Einstichlöcher; Ecken leicht bestoßen; die beiden rechten Ecken mit kleinen Knickspuren; leichte Druckstellen im Blatt; verso etwas nachgedunkelt und leicht stockfleckig; verso o.l. undeutlich in Blei bez.

 

 

Mooslehen in Oberschönau befindet sich etwas südlich von Berchtesgaden. Friedrich Wilhelm Dittmar stand wenige Tage vor seinem 55. Geburtstag, als er die vorliegende Ansicht malte. Direkt im Vordergrund steht ein kleines Gebäude, was vielleicht als eine Kapelle gedeutet werden kann. Grüngelbe Felder und Wiesen breiten sich aus auf denen im mittleren Bildbereich vereinzelt Häuser stehen.
Dominiert wird der Blick von dem Gebirge, welches sich bereits aus dem linken Vordergrund bis in den Hintergrund zieht. Als Grundfarbe des Gebirges erscheint ein facettenreiches Blau, in das Dittmar immer wieder andere Farbtöne mischte, wodurch ein beeindruckendes, beinahe abstrahierendes Farb- und Lichtspiel entsteht.

 

 

Zu Friedrich Wilhelm Dittmar (18.06.1869 Essen – 1954):
Protestantischer Pfarrer, Maler, Zeichner und Grafiker; Sohn des Kaufmanns und Ingenieurs Friedrich und dessen Ehefrau Eleonore, geb. Ringel; Gymnasialzeit in Essen und Bochum; Ostern 1890 Abitur; Theologiestudium in Marburg, Berlin und Bonn; Herbst 1893 Examen vor dem Konsistorium Münster; Ostern 1896 Examen in Koblenz; 01.10.1896-30.09.1897 Lehrvikariat in Elberfeld; ab 01.10.1897 Synodalvikar in Kleve; 30.04.1899 Ordination; in der Folgezeit verschiedene geistliche Tätigkeiten (ab 01.05.1900 in Düsseldorf tätig; ab 01.05.1904 als Hilfsgeistlicher in Eller / Rheinland tätig; ab 01.05.1905 in Elberfeld tätig); 18.07.1905 Heirat mit Marie, geb. Fischer; 30.07.1905 als Pfarrer in Schöller eingeführt;  1906 Geburt des Sohns Friedrich (später als Künstler tätig, gest. 1995); 03.11.1907 als vierter Pfarrer in Schwelm eingeführt; 1918 wurden drei Radierungen Dittmars als Schenkung an das Städtische Museum Elberfeld übergeben; 01.08.1929 als Pfarrer in Leitersdorf; 30.04.1936 Pensionierung; als Künstler wohl Autodidakt; Dittmar schuf vornehmlich Landschaftsansichten in verhalten expressiver Manier; es entstanden vor allem Radierungen und Aquarelle

Literatur
BAUKS, Friedrich Wilhelm (1980): Die evangelischen Pfarrer in Westfalen von der Reformationszeit bis 1945; Luther-Verlag; Bielefeld; S. 99
TIMM, Willy (1984): Unna in alten Ansichten Band 2; Europäische Bibliothek; Zaltbommel; [unpag.] (hier: Abb. 8)
Berichte der Provinzialmuseeen zu Bonn und Trier für die Zeit vom 1. April 1916 bis 31. März 1918 […] [Beilage zu Bonner Jahrbücher Heft 125]; Carl Georgi; Bonn; S. 128