F E R D I N A N D   C A R L   C Ü R T E N

 

 

 

Bildnis eines Jünglings

Kreide auf sandfarbenem Karton, verso am Rand umlaufend befestigt/geklebt in Passepartout
u.l. datiert „ [19]23“
nicht betitelt

Passepartoutgrösse: 52,5×38,7cm
Blattgrösse: 32×27,2cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 26,6×20,8cm

u.l. signiert „F.C. Cürten“, sowie u.r. im Passepartout von fremder Hand in Blei bez. „F.C. Cürten“, sowie auf dem Passepartout ebenso maschinenschriftl. bez.

€ 290,-

Kaufanfrage

 

Zustand
Blatt verso am Rand umlaufend befestigt/geklebt in Passepartout; im Bereich des Passepartoutausschnitts nachgedunkelt/gebräunt; in den Eckbereichen montierungsbedingt etwas knittrig; am rechten Blattrand unten kleiner Einriss; im Eckbereich o.l. kleinr Papierverlust; leicht fleckig; Passepartout etwas nachgedunkelt, sowie an Ecken etwas bestoßen

Provenienz
auf dem Blatt recto u.r., sowie auf dem Passepartout recto u.r. unbekannter Sammlungsstempel in Violett „MAV.“ (nicht bei Lugt)

 

 

Zu Ferdinand Carl Cürten (15.07.1897 Düsseldorf – 30.05.1945 Lazarett Schloß Amelunxen):
Maler, Zeichner; Studium an der Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie Düsseldorf; Studienreisen durch Deutschland, Niederlande, Belgien, Südfrankreich (Provence), Italien, Jugoslawien, Spanien, Portugal, Algerien; Cürten gehörte zu den 45 Künstlern, die 1918 den von seinem Freund Herbert Eulenberg, sowie den Malern Arthur Kaufmann und Adolf Uzarski verfaßten Aufruf an die jungen rheinischen Künstler zur Gründung der Künstlervereinigung „Das Junge Rheinland“ erhielten; enge Freundschaft mit der Künstlerfamilie Sohn-Rethel; 1923 verließ er mit anderen Künstlern „Das Junge Rheinland“ und trat der „Rheingruppe“ bei; 1924-31 und 1939-40 Mitglied des Düsseldorfer „Malkastens“ (1929-30 im Vorstand, 1931 verließ es aus Protest gegen die nationalsozialistische Politik die Gruppe); 1927 Brasilienaufenthalt; 1928 Mitglied der „Rheinischen Sezession“; 1928 Berufung nach Genf zur Ausgestaltung einer vom Völkerbund veranstalteten Ausstellung; 1931-33 Mitglied des Düsseldorfer „Clubs der Künstler“, als Cürten 1933 bei einem Treffen der Gruppierung Hitler parodierte, wurde der Verein aufgelöst; 1937 werden bei der Aktion „Entartete Kunst“ ein Gemälde und ein Aquarell (Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf), sowie ein weiteres Gemälde (Städtische Galerie Nürnberg) beschlagnahmt; im Zweiten Weltkrieg Soldat in u.a. Nordafrika; 1948 Einzelausstellung in der Galerie Alex Vömel (Düsseldorf)

Literatur
ROTH, Carsten: Cürten, Carl Ferdinand, in: „Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, Onlineversion, Künstler-ID: 10176443