E R N S T   S T E R N

 

Weitere Werke von Ernst Stern

 

Ernst Stern: Illustrationsvorlage mit Präsident Franklin D. Roosevelt

 

(wohl) Illustrationsvorlage mit Präsident Theodore Roosevelt

Tusche, partiell mit Deckweiß gehöht, auf leichtem, sandfarbenem Karton, verso am oberen Rand durch zwei Klebestreifen auf hellen Karton gesetzt
nicht datiert

Grösse des unterlegten Kartons: 48×31,9cm
Blattgrösse: 31,2x26cm

u.r. in Schwarz signiert „Stern“, sowie im Stempel auf dem unterlegten Karton handschriftlich mit Künstlername bez.
nicht betitelt

verkauft

 

                           

 

Zustand
Blatt verso am oberen Rand durch zwei Klebestreifen auf hellen Karton gesetzt; Ecke u.r. mit kleiner Knickspur; leichte Druckstellen im Blatt; am unteren Rand zwei kleine Einstichlöcher; im Eckbereich u.l. teilweise wegradierte Bez./Nummer.; verso leicht fleckig; unterlegter Karton in den Ecken leicht bestoßen, sowie recto u.r. klein in Blei nummer. „28“

Provenienz
Dr. Friedrich Wilhelm Denzel (München) [hierzu auf dem unterlegten grauen Karton mittig (vom Blattverdeckt) dunkelvioletter Stempel; weiterhin verso auf Blatt u.l. kleiner blauer Stempel „G+W D“ [(wohl) Georg + Wilhelm Denzel; Georg Denzel (1873-1959 war der Vater von Friedrich Wilhelm]]

 

 

Text unterhalb der Zeichnung:
„Man meldet aus Washington: Präsident Roosevelt schenkte dem Germanischen Museum zu Nürnberg eine Handarbeit seiner Tochter Alice.“

 

 

Zu Ernst Stern (01.04.1876 Bukarest – 28.08.1954 London):
Rumänisch-deutscher Bühnenbildner, Zeichner, Maler, Grafiker, Illustrator; Ernst Julian Stern stammte aus einer gutbürgerlichen, jüdischen Familie in Bukarest; Besuch der Handelsakademie in Wien; ab 1894 Besuch der Kunstakademie München (bei Nikolaus Gysis und Franz von Stuck); Stern arbeitet als Illustrator für die „Jugend“ und den „Simplicissimus“; Mitglied der Münchner Sezession; gelegentlich hatte er Auftritte beim Kabarett „Elf Scharfrichter“; 1905 Umzug nach Berlin und dort u.a. tätig für die „Lustigen Blätter“; 1906 wurde er von Max Reinhardt für das Deutsche Theater engagiert und war bis zu Reinhardts Weggang 1921 dort tätig; Mitglied der Berliner Secession; ab 1918 entwirft Stern auch Filmkulissen und arbeitet hierbei u.a. zusammen mit Friedrich Wilhelm Murnau, Ernst Lubitsch, Richard Oswald, Max Mack, Carl Froelich und Wilhelm Dieterle; 1924 Ernennung zum Ausstattungsleiter am Großen Schauspielhaus; 1934 ging er nach Hollywood, um an dem Film „Caravane“ zu arbeiten; später im Jahr 1934 verzog er nach London und blieb dort ansässig; Stern war weiterhin als Bühnenbildner tätig

Literatur
GÜLKER, Bernd A. (2001):Die verzerrte Moderne: die Karikatur als populäre Kunstkritik in deutschen satirischen Zeitschriften; LIT-Verlag; Münster; S. 215-216
HOMEYER, Fritz (1966):Deutsche Juden als Bibliophilen und Antiquare; J.C.B. Mohr; Tübingen; S. 101-102
PFEFFERKORN, Rudolf (1972): Die Berliner Secession. Eine Epoche deutscher Kunstgeschichte; Haude + Spenersche Verlagsbuchhandlung; Berlin; S. 104
WENIGER, Kay (2011):’Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben…‘ Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht; Acabus-Verlag; Hamburg; S. 487-488