E R N S T   S T E R N

 

Weitere Werke von Ernst Stern

 

Ernst Stern: Frivoler Neujahrsgruß für 1904

 

Frivoler Neujahrsgruß für 1904, bei dem eine nackte Frau die Jahreszahl mit ihren Füßen balanciert

Tusche und Kreide auf leichtem, sandfarbenem Karton, am oberen Rand durch zwei Klebestreifen auf gräulichen Karton gesetzt
nicht datiert, 1903

Grösse des unterlegten Kartons: 31,8×47,8cm
Blattgrösse: 25,7×33,7cm

u.r. in Schwarz signiert „Stern“, sowie im Stempel auf dem unterlegten Karton handschriftlich mit Künstlername bez.
nicht betitelt, wohl Illustrationsvorlage

verkauft

 

 

                  

 

Zustand
Blatt am oberen Rand durch zwei Klebestreifen auf gräulichen Karton gesetzt; partiell leicht fleckig; in den Randbereichen leicht nachgedunkelt; im unteren Bereich in Blei (wohl) vom Künstler bez. (möglicherweise mit Angaben für den Drucker) „N 13 7cm 962“; verso leichte Bleistiftskizzen; verso leicht fleckig; unterlegter Karton in den Ecken leicht bestoßen

Provenienz
Dr. Friedrich Wilhelm Denzel (München) [hierzu auf dem unterlegten grauen Karton mittig (vom Blattverdeckt) dunkelvioletter Stempel; weiterhin verso auf Blatt u.l. kleiner blauer Stempel „G+W D“ [(wohl) Georg + Wilhelm Denzel; Georg Denzel (1873-1959 war der Vater von Friedrich Wilhelm]]

 

 

Zu Ernst Stern (01.04.1876 Bukarest – 28.08.1954 London):
Rumänisch-deutscher Bühnenbildner, Zeichner, Maler, Grafiker, Illustrator; Ernst Julian Stern stammte aus einer gutbürgerlichen, jüdischen Familie in Bukarest; Besuch der Handelsakademie in Wien; ab 1894 Besuch der Kunstakademie München (bei Nikolaus Gysis und Franz von Stuck); Stern arbeitet als Illustrator für die „Jugend“ und den „Simplicissimus“; Mitglied der Münchner Sezession; gelegentlich hatte er Auftritte beim Kabarett „Elf Scharfrichter“; 1905 Umzug nach Berlin und dort u.a. tätig für die „Lustigen Blätter“; 1906 wurde er von Max Reinhardt für das Deutsche Theater engagiert und war bis zu Reinhardts Weggang 1921 dort tätig; Mitglied der Berliner Secession; ab 1918 entwirft Stern auch Filmkulissen und arbeitet hierbei u.a. zusammen mit Friedrich Wilhelm Murnau, Ernst Lubitsch, Richard Oswald, Max Mack, Carl Froelich und Wilhelm Dieterle; 1924 Ernennung zum Ausstattungsleiter am Großen Schauspielhaus; 1934 ging er nach Hollywood, um an dem Film „Caravane“ zu arbeiten; später im Jahr 1934 verzog er nach London und blieb dort ansässig; Stern war weiterhin als Bühnenbildner tätig

Literatur
GÜLKER, Bernd A. (2001):Die verzerrte Moderne: die Karikatur als populäre Kunstkritik in deutschen satirischen Zeitschriften; LIT-Verlag; Münster; S. 215-216
HOMEYER, Fritz (1966):Deutsche Juden als Bibliophilen und Antiquare; J.C.B. Mohr; Tübingen; S. 101-102
PFEFFERKORN, Rudolf (1972): Die Berliner Secession. Eine Epoche deutscher Kunstgeschichte; Haude + Spenersche Verlagsbuchhandlung; Berlin; S. 104
WENIGER, Kay (2011):’Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben…‘ Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht; Acabus-Verlag; Hamburg; S. 487-488