E R I C H – J O A C H I M   H E Y M A N N

 

Weitere Werke von Erich-Joachim Heymann
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„Felder im Herbst“

Aquarell und Bleistift auf Malkarton („Schoellers Hammer“ (rechts oben Blindstempel))
verso rechts unten (von fremder Hand?) mit Bleistift datiert „1936“ [anzunehmen ist ein Entstehungszeitraum von 1934-36]

€ 500,-

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Grösse: 72,5×50,4cm
verso rechts unten (von fremder Hand?) mit Bleistift signiert „Heymann“

verso mit Bleistift betitelt: „Felder im Herbst“; womöglich handelt es sich hier um ein Motiv aus Ostpreußen, welches Heymann um diese Zeit bereiste. Vergleichbare Aquarellarbeiten Heymanns finden sich in der Datenbank der Deutschen Fotothek (bspw. „Ostpreußische Landschaft“ (df_hauptkatalog_0055636))

Zustand
an den Rändern technikbedingte kleine Einstichlöcher (je vier an den Rändern links und rechts sowie je fünf an den Rändern oben und unten), sowie um diese Einstichlöcher herum kleine unausgemalte Flächen; Ränder vereinzelt etas bestoßen; am rchten Rand mittig kleiner Einriss (etwa 1,5cm); verso Reste früherer Befestigung (am oberen und unteren Rand je drei braune Klebestreifen); partiell leichte Druckstellen

 

 

Herausragend atmosphärische Arbeit, die durch ihre expressive und zugleich minimalistische Darstellung überzeugt. Die oftmalige Überlappung von nationalsozialistischer Kunst- und Kulturpolitik und Kunst der Moderne wird am Beispiel dieses Aquarells einmal mehr belegt. Heymann wird einerseits charakterisiert als „aktiver Nazi und Mitbetreiber der Verfolgung der Moderne“ (THIELE, Gertrud (1990): Die Akademie unter der Herrschaft des deutschen Faschismus [1933-1945]; in: Hochschule für Bildende Künste Dresden (Hrsg.): Dresden. Von der Königlichen Kunstakademie zur Hochschule für Bildende Künste; VEB; S.348) und andererseits zeigt dieses Aquarell einen Künstler der so gar nicht einer biederen Wohnstuben- oder Wirtshauskunst anhängig ist.

 

 

Zu Erich-Joachim Heymann (geb. 1912 – Todesdatum unbek.):
Studium an der Kunstakademie Dresden; November 1934 Ausstellungsbeteiligung -Sächsische Aquarell-Ausstellung Dresden 1934- (Brühlsche Terasse/Dresden); 1935 Ausstellungsbeteiligung -Junge Dresdner Künstler der Kulturstelle Dresden des Nat.-Soz. Deutschen Studentenbundes- (Studentenhaus Dresden); Promotion in Kunstgeschichte; Hauptschriftleiter der Zeitschrift -Der Altherrenbund-; ab 1944 durch Einfluss des Rektors Paul Fliether Dozent an der Kunsthochschule Dresden

Literatur
THIELE, Gertrud (1990): Die Akademie unter der Herrschaft des deutschen Faschismus [1933-1945]; in: Hochschule für Bildende Künste Dresden (Hrsg.): Dresden. Von der Königlichen Kunstakademie zur Hochschule für Bildende Künste; VEB; S.348, 353, 357
PAPENBROCK, Martin/SAURE, Gabriele (Hrsg.) (2000): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen [Teil I. Ausstellungen deutscher Gegenwartskunst in der NS-Zeit]; Weimar; S. 118