E R I C H   H A R T M A N N

 

Weitere Werke von Erich Hartmann

 

erich-hartmann-casamicciola
„Epomeo, Casamicciola“

Kohle auf leichtem Karton
nicht datiert, wohl April 1924

Blattgrösse: 39,5×52,1cm

nicht signiert; verso u.r. Stempel des Nachlassverwalters „Nachlass Erich Hartmann / beglaubigt vom Testamentsvollstrecker / [Unterschrift]“
u.l. bezeichnet: „Epomeo, Casamicciola“; nicht im WVZ (Werner 2011)

€ 275,-

 

 

 

   

 

Zustand
partiell Druckstellen; in den vier Ecken mehrere kleine Einstichlöcher; Ecken etwas bestoßen; Ränder mitunter etwas nachgedunkelt und leicht fleckig; Bildmitte leicht fleckig; verso in den vier Ecken Reste früherer Befestigung (Klebespuren); verso Lagerspuren

 

 

Im März 1924 reisten Erich und Ida Hartmann über Bern nach Italien. Dort angekommen hatten sie Aufenthalte in u.a. Florenz, Rom, Neapel. Den April des Jahres verbrachten sie auf Ischia in Casamicciola, bevor sie weiterreisten nach Assisi (vgl. Stefanie Kristina Werner (2011):Erich Hartmann (1886-1974). Leben und Werk eines Hamburger Malers.(Diss.) [Textband]; S. 85).
Die vorliegende Zeichnung zeigt einen Blick auf den Berg Epomeo, sowie einen Ausschnitt der Gemeinde Casamicciola und dürfte sich demnach direkt in den April 1924 datieren lassen. Schnell und sicher erfasste Landschaftskomposition Erich Hartmanns.

 

 

Zu Erich Hartmann (07.01.1886 Elberfeld – 23.09.1974 Sylt):
Bereits als Jugendlicher zeichnerisch tätig; 1903-06 Kunststudium an der Düsseldorfer Akademie (bei Prof. Eduard von Gebhardt); im Anschluss Studium an der Privatkunstschule Hermann Gröber (München); Sommer 1908 Studium bei Peter von Halm (erlernen des Radierens); bis 1909 tätig im Pariser Atelier Stettler beim Simon und Menard; 1909-11 freischaffend tätig in München, Dortmund, Paris; Reisen in Deutschland, nach Italien und Russland; Ausbildungende 1912 (Münchener Akademie); bis 1914 lebte er in Paris; Kriegseinsatz als Dolmetscher und Soldat; nach einer Verletzung kam er in ein Lazarett in Altona und blieb anschließend dort; März 1917 Heirat mit Ida Jenichen; finanzielle Not beherrschte die junge Familie; bis 1924 konnte Hartmann bei der Kaiverwaltung Hamburg dazu verdienen; 1922-44 Dozent an der privaten Kunstschule von Gerda Kopel; 1924 dreimonatiger Studiensaufenthalt in Italien; 1919 Beitritt zur Hamburgischen Sezession, dem Deutschen Künstlerbund und der Hamburgischen Künstlerschaft; 1925 Mitglied im Altonaer Künstlerverein; Hartmann engagierte sich kulturpolitisch; 1932 Unterstützung durch die Künstlernothilfe; 1933 wurden Wandbilder Hartmanns (von 1929) in der Mensa Neue Rabenstraße (Hamburg) vernichtet); 1934 Zuweisung eines Ateliers im Ohlendorffhaus; weitere vernichtete Wandbilder waren in den Turnhallen der Schulen in Fuhlsbüttel (von 1926) und in Horn (von 1931); Sommer 1934 Studienreise nach Norwegen; 1935 wurde ein Bild von Erich Hartmann acht Tage nach der Ausstellungseröffnung in der Hamburger Kunsthalle abgehängt; 1936 Studienreise nach Italien (mit Unterstützung der Amsinck-Stidtung); kein Kriegseinsatz; 1937 werden elf Arbeiten bei der Aktion -Entartete Kunst- beschlagnahmt; 1946-53 Professur an der Landeskunstschule Hamburg; 1955 Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg; Ehrenmitglied des BBK Hamburg

Literatur
BRUHNS, Maike (2001): Kunst in der Krise (Band 2); Dölling und Gallitz; S.180-183
WERNER, Stefanie Kristina (2011): Erich Hartmann (1886-1974). Leben und Werk eines Hamburger Malers. Mit einem Verzeichnis der Gemälde und der -Kunst am Bau- (Diss.)