E R I C H   H A R T M A N N

 

Weitere Werke von Erich Hartmann

 

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„Eduard Keeser“

Aquarell über Bleistiftvorzeichnungen auf bräunlichem, dickem Aquarellbütten; unter Passepartout gesetzt
unten rechts in Rot datiert „XII. 1902“

Grösse des Passepartoutausschnitts: 36,3×25,9cm
Passepartoutgrösse: 46,3×35,9cm

unten rechts in Rot signiert „E. Hartmann“
unten rechts in Rot betitelt „Eduard Keeser“ [i.e. der Pharmakologe Eduard Keeser (27.06.1892 Elberfeld – 29.01.1956 Hamburg); nicht im WVZ (Werner 2011)]

€ 400,-

 

 

 

Zustand
zwei stärkere Stauchungen in der Ecke rechts unten; im unteren Blattbereich leichte horizontale Stauchung

 

 

 

 

Der damals 16jährige Erich Hartmann beweist in dieser Portraitarbeit des damals zehnjährigen Eduard Keeser sein frühes Talent. Besonderes Augenmerk legte Hartmann insbesondere auf den Faltenwurf und das damit verbundene Licht-Schatten-Spiel. Der sehr im Unklaren belassene Ort der Darstellung, der sich nur in dunklen, sich vermengenden Aquarellfarben zeigt, unterstreicht die Eigenständigkeit, die Hartmann bereits zu diesem Zeitpunkt hatte.

Zu Erich Hartmann (07.01.1886 Elberfeld – 23.09.1974 Sylt):
Bereits als Jugendlicher zeichnerisch tätig; 1903-06 Kunststudium an der Düsseldorfer Akademie (bei Prof. Eduard von Gebhardt); im Anschluss Studium an der Privatkunstschule Hermann Gröber (München); Sommer 1908 Studium bei Peter von Halm (erlernen des Radierens); bis 1909 tätig im Pariser Atelier Stettler beim Simon und Menard; 1909-11 freischaffend tätig in München, Dortmund, Paris; Reisen in Deutschland, nach Italien und Russland; Ausbildungende 1912 (Münchener Akademie); bis 1914 lebte er in Paris; Kriegseinsatz als Dolmetscher und Soldat; nach einer Verletzung kam er in ein Lazarett in Altona und blieb anschließend dort; März 1917 Heirat mit Ida Jenichen; finanzielle Not beherrschte die junge Familie; bis 1924 konnte Hartmann bei der Kaiverwaltung Hamburg dazu verdienen; 1922-44 Dozent an der privaten Kunstschule von Gerda Kopel; 1924 dreimonatiger Studiensaufenthalt in Italien; 1919 Beitritt zur Hamburgischen Sezession, dem Deutschen Künstlerbund und der Hamburgischen Künstlerschaft; 1925 Mitglied im Altonaer Künstlerverein; Hartmann engagierte sich kulturpolitisch; 1932 Unterstützung durch die Künstlernothilfe; 1933 wurden Wandbilder Hartmanns (von 1929) in der Mensa Neue Rabenstraße (Hamburg) vernichtet); 1934 Zuweisung eines Ateliers im Ohlendorffhaus; weitere vernichtete Wandbilder waren in den Turnhallen der Schulen in Fuhlsbüttel (von 1926) und in Horn (von 1931); Sommer 1934 Studienreise nach Norwegen; 1935 wurde ein Bild von Erich Hartmann acht Tage nach der Ausstellungseröffnung in der Hamburger Kunsthalle abgehängt; 1936 Studienreise nach Italien (mit Unterstützung der Amsinck-Stidtung); kein Kriegseinsatz; 1937 werden elf Arbeiten bei der Aktion -Entartete Kunst- beschlagnahmt; 1946-53 Professur an der Landeskunstschule Hamburg; 1955 Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg; Ehrenmitglied des BBK Hamburg

Literatur
BRUHNS, Maike (2001): Kunst in der Krise (Band 2); Dölling und Gallitz; S.180-183
WERNER, Stefanie Kristina (2011): Erich Hartmann (1886-1974). Leben und Werk eines Hamburger Malers. Mit einem Verzeichnis der Gemälde und der -Kunst am Bau- (Diss.)