E M M I   W A L T H E R   ( z u g e s c h r i e b e n )

 

 

Emmi Walther (zugeschr.)

 

Wohl Landschaft bei Dachau

Öl auf Karton, gerahmt
u.l. datiert „Nov. 1922“

Rahmengrösse: 32x38cm
Kartongrösse: 27x33cm

u.l. signiert „Emmi“, verso auf Rahmenrückwand von fremder Hand fälschlich in Blei bez. „Emmy Lischke, München“
nicht betitelt

€ 225,-

 

 

 

                            

 

Zustand
stärker lädiert; durchgehend Verluste in der Farbschicht; etwas beschmutzt; Craquelé-Bildung; Rahmen mit Gebrauchsspuren (etwas berieben, Ecken bestoßen)

 

 

Das vorliegende Gemälde ist laut rückseitiger Bezeichnung Emmy Lischke (1860 Elberfeld – 1919 München) zugeordnet. Abgesehen von der Signatur ist dies jedoch allein aufgrund der Datierung schon zu verwerfen, da Emmy Lischke bei Entstehung des vorliegenden Werkes gut drei Jahre bereits verstorben war. Gezeigt wird dem Betrachter eine bayerische Landschaft im November 1922. Die feine, detaillierte Ausführung und die Farbgebung der Komposition verweisen dabei auf die Adolf Hölzel Schülerin Emmi Walther (1860-1936), wodurch sich eine Lokalisierung in der Dachauer Gegend annehmen lässt.

 

 

Zu Emmi Louise Walther (30.10.1860 Hamburg – 11.09.1936 Dachau):
Malerin, Zeichnerin und Kunstgewerblerin; erste künstlerische Ausbildung in Hamburg (bei Friedrich Wilhelm Schwinge) und in Hannover; endgültiger Entschluss für die Malerei erst mit etwa 30 Jahren; Januar 1896 Umzug nach München, dort Besuch der Privatschule von Ludwig Schmid-Reutte; November 1896 Umzug nach Dachau, dort Schülerin von Adolf Hölzel; Herbst 1899 Reise mit Emil Nolde über Amsterdam nach Paris; während Parisaufenthalt Privatunterricht bei Alphonse Mucha, dort Bekanntschaft mit Paula Modersohn-Becker; 1900 Studienaufenthalte in Concarneau und in Worpswede; 1916 dauerhaft in Dachau ansässig; 1919 Gründungsmitglied der Künstlergruppe Dachau

Literatur
EBERTSHÄUSER, Heidi (1979): Malerei im 19. Jahrhundert. Münchner Schule; Keyser; S. 276