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Weitere Hamburger Künstler

 

 

Liegende

Tusche auf Zeichenpapier, am oberen Rand durch zwei kleine Klebestreifen in selbsterstelltes, papiernes Passepartout gesetzt
u.r. in Blei datiert „[19]32“

u.r. in Blei signiert „CBeckmann“
nicht betitelt

€ 440,-

Kaufanfrage

 

 

Grösse
Passepartoutgrösse: 26,5×32,8cm
Blattgrösse: 22,5×28,5cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 16,2x23cm

Zustand
Blatt am oberen Rand durch zwei kleine Klebestreifen in selbsterstelltes, papiernes Passepartout gesetzt; leichte Druckstellen im Blatt; im Bereich des Passepartoutausschnitts sehr leicht nachgedunkelt, sowie leicht stockfleckig (im Bereich links des Kopfes, sowie am oberen Rand mittig etwas mehr stockfleckig); Passepartout mit Druckstellen, sowie an den Ecken etwas bestoßen; Passepartout verso u.r. in Blei nummer.

Provenienz
07.12.2001, Ketterer, München, Auktion, Los 13

 

 

Zu Curt Beckmann (26.04.1901 Solingen – 01.01.1970 Düsseldorf):
Bildhauer, Grafiker, Zeichner; 1923-25 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (bei Hubert Netzer und Richard Langner); Mitglied bei „Das junge Rheinland“, sowie der „Rheinischen Sezession“; 1928 Aufenthalte in Italien und Paris, wo er die Maler Peter Jansen und Carl Lauterbach traf; 1928 Beteiligung an einer Ausstellung des „jungen Rheinlands“; 1933 Beteiligung an der ersten Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes (Kunstverein Magdeburg & Heimatmuseum Saarbrücken); 1935 Staatsstipendium der Kunstakademie Kassel; 1936-50 ansässig und tätig in Hamburg (wohnhaft in der Sengelmannstr. 32; unterbrochen durch Kriegsdienst 1940-45); Kontakte zu u.a. Hermann Blumenthal, Kurt Lehmann und Gerhard Marcks; 1936 Beteiligung an der (vorzeitig geschlossenen) Ausstellung „Malerei und Plastik in Deutschland“ (Kunstverein Hamburg / Deutscher Künstlerbund); 1937 wird bei der Aktion „Entartete Kunst“ eine Arbeit Beckmanns beschlagnahmt; 1937 Beteiligung an der Ausstellung „Junge deutsche Bildhauer“ (Städtische Kunsthalle Mannheim); 1937 Beteiligung an der „Frühjahrsausstellung Hamburger Künstler“ (Kunsthalle Hamburg); 1938 Beteiligung an der „106. Großen Frühjahrsausstellung“ (Künstlerhaus Hannover); 1939 und 1942 mit jeweils einer Bronzearbeit vertreten bei der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ (Haus der deutschen Kunst, München); 1940 Teilnahme an dem Fortbildungskurs für Großplastik an der Hansischen Hochschule für bildende Künste (Hamburg); 1940 Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf; 1940 Beteiligung an der Ausstellung „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ (Kunsthalle Hamburg); 1941 Beteiligung an der Ausstellung „Zeichnungen deutscher Bildhauer der Gegenwart“ (Anhaltische Gemäldegalerie, Dessau); 1941 Beteiligung an der „Herbstausstellung Düsseldorfer Künstler“ (Kunsthalle Düsseldorf); 1942 Beteiligung an der „Frühjahrsausstellung Düsseldorfer Künstler“ (Kunsthalle Düsseldorf); nach dem Zweiten Weltkrieg in Hamburg freundschaftlicher Kontakt zu Wolfgang Borchert (der Name von Borcherts wohl bekanntester Figur des Unteroffiziers Beckmann geht auf Curt Beckmann zurück); ab 1950 in Düsseldorf ansässig; 1958 Einzelausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf; 1959 Einzelausstellung im Klingenmuseum Solingen; 1973 Einzelausstellung im Kunsthistorischen Institut der Universität Köln; 1984 vertreten bei der Ausstellung „Der Kreis um Mutter Ey“ (Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf); 1991 Einzelausstellung zum 90. Geburtstag (Schloß Hackhausen, Solingen-Ohligs); Werke befinden sich u.a. in der Nationalgalerie Berlin, der Kunsthalle Hamburg, im Klingenmuseum Solingen; Beckmann erhielt insbesondere nach 1945 zahlreiche öffentliche Aufträge (u.a. Aufstellung eines Knabenreliefs im Stadtpark Hamburg im Auftrag des Gartenbauamtes Hamburg (1951), Helios-Relief (Muschelkalk), Humboldt-Gymnasium Düsseldorf (1957), Aufstellung der überlebensgroßen „Männergruppe“ (Zement) bei Kronprinz (Solingen) (1960), Gestaltung der Außenanlagen der Autobahnraststätten Bonn-Beuel, Talsperre Remscheid und Wuppertal Sonnborn (1965, 1967, 1970))

Literatur
DREESEN-KAILUS, Arend: Beckmann, Curt, in: „Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, Onlineversion, Künstler-ID: 10112441
KREMPEL, Ulrich (Hrsg.) (1985):Am Anfang. Das junge Rheinland; Düsseldorf: Claasen; S. 13
GUMTAU, Helmut (1969): Wolfgang Borchert; Berlin: Colloquium Verlag; S. 64
Familie Kay Rum (Hrsg.): Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs (überarbeitet von Maike Bruhns); Neumünster / Hamburg: Wachholtz; S. 35
Internetseite zum Künstler [curt-beckmann.de]