C L E M E N S   V A C C A N O

 

 

 

Totengräber

Kaltnadelradierung auf Velinpapier
u.r. in Blei, sowie u.l. im Druck datiert „[19]21“

Blattgrösse: 22×13,6cm
Bildgrösse: 11,5×9,1cm

u.r. in Blei, sowie u.l. im Druck signiert „Vaccano“

€ 150,-

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Zustand
Blatt insgesamt etwas nachgedunkelt/gebräunt; verso am linken und rechten Rand mittig jeweils schwach fleckig

 

 

Die vorliegende Radierung entstand 1921 und zeigt eine leicht skurrile Szenerie mit einem Totengräber. Clemens Vaccano hatte zu dieser Zeit eine Anstellung als Friedhofswärter in Halle a.d.S., was ihm den Lebensunterhalt sicherte und ihm zugleich seine künstlerische Betätigung erlaubte. Vorliegendes Motiv wird er sicherlich während seiner damaligen Arbeitszeit gefunden haben.

 

 

Clemens Vaccano (25.06.1882 München – 04.10.1938 Halle)
Architekt, Maler, Grafiker; Studium von Tief- und Brückenbau an der Technischen Hochschule München; Stadtbaurat und Baumeister in Halle a.S.; neben seiner künstlerischen Tätigkeit war Vaccano als Friedhofswärter in Halle a.d.S. tätig; 1920 erster Preis (zusammen mit Karl Völker) bei einem Wettbewerb für die Errichtung eines Volkshauses in Halle; 1923 Vorstandsmitglied des neugegründeten „Wirtschaftsverbands bildender Künstler Halle/Saale“; Mitglied im hallischen Künstlerverein „Auf dem Pflug“; 1926-28 (zusammen mit Adorf Hellmann, Paul Thiersch, Johann Motsch) Errichtung der Giebichensteinbrücke (bzw. Kröllwitzer Brücke) in ihrer heutigen Form

Literatur
BRÜLLS, Holger / DIETZSCH, Thomas (2000):Architekturführer Halle an der Saale; Reimer; S. 127
MEINEL, Sabine (2008):Karl Völker. Leben und Werk (Diss.) [(online verfügbar auf den Internetseiten der ULB Sachsen-Anhalt]; Halle a.S.; S. 51ff
VÖLKER, Klaus (Hrsg.) (2007): Karl Völker: Utopie und Sachlichkeit : Maler, Grafiker, Architekt; Stiftung Moritzburg; S. 220