C A R L   W A L T H E R

 

Weitere Werke von Carl Walther

 

carl-walther-aus-nuernberg

 

„Aus Nürnberg“

Kohle auf sandfarbenem Velinpapier; an den oberen beiden Ecken befestigt/geklebt in Passepartout [Originalpassepartout];
nicht datiert

Passepartoutgrösse: 56×40,1cm
Blattgrösse: 37,3×29,8cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 33,4×25,4cm

€ 300,-

 

        

 

u.l. monogrammiert „CW“, sowie verso auf dem Passepartout u.m. in Blei signiert & ortsbez. „C. Walther, Dresden-Loschwitz“
verso auf dem Passepartout u.l. in Blei vom Künstler bez.: „Aus Nürnberg“; gezeigt wird ein Blick auf die Fleischbrücke

Zustand
Blatt an den oberen beiden Ecken befestigt/geklebt in Passepartout [Originalpassepartout]; partiell Druckstellen im Blatt; Blattränder mitunter leicht unsauber beschnitten; in den Randbereichen mit Einfassungslinien des Künstlers (unter Passepartout nicht sichtbar); Passepartout mit Druckstellen, sowie leicht nachgedunkelt; verso auf dem Passepartout u.r. in Blei nummer. (frühere Preisangabe?) „125-“

 

 

Die signifikante Nürnberger Fleischbrücke wird von Carl Walther in der vorliegenden Zeichnung ganz bewusst in dunklem Kolorit aufgefasst. Durch die mitunter satt schwarzen Randlinien, sowie die dunkleren Häuser am vorderen linken und rechten Rand hebt sich die Brücke deutlich vom zarten, heller gehaltenen Hintergrund ab. Auf der Brücke spielt sich derweil ein reges, aber keinesfalls gehetztes Treiben ab – Menschen gehen von einer Seite zur anderen, ein Einspänner ist gerade dabei der rechten Seite zu erreichen.
Die alten, hohen Häuser, die bedeutende Brücke und nicht zuletzt die ruhig dahinfließende Pegnitz vermitteln, in der für Carl Walther ganz eigenen Manier, eine wunderbare Ruhe und Zeitlosigkeit.

 

 

 

Zu Carl August Walther (09.12.1880 Leipzig – 11.02.1956 Dresden)
Maler, Zeichner, Grafiker; 1902-05 Studium an der Kunstakademie Dresden (bei Oskar Zwintscher und Richard Müller); 1909 Beteiligung an der „3. Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes Weimar“; 1934 Beteiligung an der „Sächsischen Aquarell-Ausstellung Dresden“ (Brühlsche Terrasse, Dresden); 1934 Beteiligung an der „Sächsischen Kunstausstellung“; 1935 Beteiligung an der „Dresdner Kunstausstellung“; 1936 Beteiligung an der „Kunstausstellung Desden“ (Brühlsche Terrasse, Dresden); 1937 Beteiligung an der „Zweiten Bildnisausstellung 1937“ (Haus der Kunst, Berlin); 1941 Beteiligung an der „Großen Dresdner Kunstausstellung“ (Brühlsche Terrasse, Dresden); 1941-1945 Vertragslehrer für Künstlerische Grafik an der Staatlichen Kunsthochschule Dresden, obgleich die Kunsthochschule einen hauptamtlichen Lehrstuhl für freie Graphik mit Carl Walther als dessen Leiter schaffen wollte, was aber das Ministerium ablehnte; 1943 Beteiligung an der „Kunstausstellung Gau Sachsen“ (Brühlsche Terrasse, Dresden)

Literatur
Hochschule für Bildende Künste Dresden (Hrsg.): Dresden. Von der Königlichen Kunstakademie zur Hochschule für Bildende Künste; VEB; S.374f., 658